Nissan-Formula-E-Rowland-Buemi-Takaboshi-Mardenborough

Formel E: Oliver Rowland ersetzt Alex Albon bei Nissan e.dams

Oliver Rowland ersetzt Alexander Albon bei Nissan e.dams. Das bestätigte das japanisch-französische Team in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Rahmen einer Veranstaltung in Japan. Der Brite, der für Mahindra bereits 2015 an einem Formel-E-Rennen in Uruguay teilnahm, vervollständigt damit knapp zwei Wochen vor dem Saisonauftakt in Saudi-Arabien das Starterfeld der Elektroserie für die neue Saison 2018/19. Albon verlässt das Team seines Zeichens in Richtung Formel 1.

Bereits bei den Pre-Season-Testfahrten der Formel E in Valencia sprang Rowland kurzfristig für den britisch-thailändischen Rennfahrer ein. Nachdem Albon im September noch als Stammfahrer an der Seite von Sebastien Buemi vorgestellt worden war, reiste er überraschend für Vertragsverhandlungen mit Toro Rosso aus Spanien ab. Nissan löste in der Folge seinen Vertrag auf und stellte ihn für das Red-Bull-Nachwuchsteam frei, bei dem er in der Saison 2019 an der Seite von Daniil Kwjat starten wird.

Rowland übernahm das vakante Albon-Cockpit übergangsweise für den finalen Testtag in Valencia. Bereits im Sommer sammelte der Brite im Rahmen von privaten Testtagen erste Erfahrungen mit Nissans IM01-Fahrzeug, das in der neuen Saison zum Einsatz kommen wird.

"In der Formel E starten einige der besten Fahrer der Welt", freut sich Rowland über seinen neuen Vertrag. "An der Seite von Sebastien bei Nissan nominiert zu werden ist eine große Ehre. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und werde alles daran setzen, mich mit den Besten zu messen."

Trotz seines mit 26 Jahren vergleichsweise jungen Alters hat Rowland in seiner Rennfahrer-Karriere schon vielerlei Facetten des Motorsports kennengelernt. So gewann er beispielsweise 2015 die renommierte Formel Renault 3.5, ehe er mit DAMS in die FIA Formel-2-Meisterschaft aufstieg und in seiner zweiten vollständigen Saison Gesamtrang 3 erreichte. Auch im Langstrecken- und Tourenwagensport sammelte Rowland bereits Erfahrungen. Seit Februar 2018 ist er zudem Junior-Fahrer in Williams' Formel-1-Team.

Rowland blickt außerdem auf ein Formel-E-Rennen im Dezember 2015 zurück. Damals ersetzte er bei Mahindra den verletzten Nick Heidfeld in Punta del Este, da sich dieser im Rennen (Putrajaya) zuvor eine Bänderverletzung zugezogen hatte.

Takaboshi & Mardenborough vervollständigen Line-up

Mitsunori Takaboshi und Jann Mardenborough, die sich als Nissan-Werksfahrer bis zuletzt ebenfalls Hoffnungen auf das Albon-Cockpit machen durften, bekommen ebenfalls eigene Rollen im Team. Takaboshi bleibt Nissan e.dams als Testfahrer erhalten. Der 25-jährige Takaboshi soll noch am Wochenende einen Filmtag mit dem Team absolvieren. Mardenborough hingegen übernimmt den Posten als Simulatorfahrer im Team.

Rowlands Formel-E-Rückkehr erwartet den Briten in knapp zwei Wochen in Saudi-Arabien. Am 15. Dezember 2018 startet mit dem Diriyya E-Prix die Formel-E-Saison 2018/19. Zuvor könnte er im Rahmen eines Filmtages eine erneute Testmöglichkeit vor seinem neuen Elektro-Comeback bekommen.

Das vollständige Fahrerfeld der Formel-E-Saison 2018/19 in der Übersicht

von Tobias Bluhm 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Formula-E-Cars-Fighting-in-Saudi-Arabia

Elektro-Rennen in Österreich? Wien bestätigt Gespräche mit Formel E

Fährt die Formel E in Zukunft auch in Österreich? Das Interesse an der Elektroserie ist in der Alpenrepublik offensichtlich. Zwei bedeutende heimische Unternehmen - der Technologiekonzern voestalpine und der Automobilzulieferer ...
von Erich Hirsch
Stadium-Mexico-City

Power-Ranking: Unsere Fahrer-Bewertung nach dem Mexico City E-Prix

Wie bereits in den letzten Jahren bot das Autodromo Hermanos Rodriguez der Formel E auch 2019 den Schauplatz für eine spektakuläre Schlussphase des Mexico City E-Prix. Nach rundenlangen Verteidigungsmanövern gegen ...
von Tobias Bluhm
Stoffel-Vandoorne-Drivethrough-Penalty-Mexico

Mexiko: Doppel-Shutdown & kuriose Doppel-FANBOOST-Strafe für Vandoorne

Beim turbulenten vierten Saisonlauf der Formel E in Mexiko-Stadt kam das deutsche Team HWA Racelab erstmals mit beiden Fahrzeugen über die volle Renndistanz. Mit Platz 16 für Gary Paffett und ...
von Timo Pape
Jean-Eric-Vergne-Watching-in-Cockpit

Vergne wettert nach Mexiko-Rennen: "Habe nichts falsch gemacht, und niemand wurde bestraft!"

Beim dramatischen Formel-E-Rennen von Mexiko-Stadt am vergangenen Samstag lief es für das Team DS Techeetah durchwachsen. André Lotterer erreichte das Ziel immerhin als Fünfter und nahm wichtige Punkte für die ...
von Timo Pape