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Neue Strecken-Pläne für Zürich-Rückkehr 2020, Formel-E-Rennen 2021 womöglich in Genf

In die Zukunft des Schweizer E-Prix kommt langsam aber sicher Bewegung. Wie der 'SonntagsBlick' meldet, soll die Formel E ab 2020 nach einem Jahr Abstinenz offenbar nach Zürich zurückkehren. Darüber hinaus stehe ein Elektro-Rennen in Genf zur Diskussion, das möglicherweise in der übernächsten Saison den Slot des Schweizer E-Prix einnehmen könnte. Die Formel E würde demnach nur in diesem Jahr Station in Bern machen und vorerst nicht wiederkommen.

Für das zweite Formel-E-Rennen in Zürich in der Saison 2019/20 stehen dem Bericht zufolge inzwischen bereits zwei Strecken-Optionen im Raum, über die derzeit beraten wird. Wenngleich nicht bekannt ist, wo genau sich die zu evaluierenden Pisten im Stadtgebiet befinden, ist eine Neuauflage des E-Prix am Zürichsee wohl ausgeschlossen. Stattdessen will Zürich das Rennen in einem anderen Teil der Stadt abhalten.

Gut ein Jahr nach dem ersten Zürich E-Prix 2018 zieht die Formel E in dieser Saison auf einen neuen Stadtkurs in Bern um. Hintergrund ist das sogenannte Züri Fäscht, das alle zwei Jahre in der Limmat-Stadt gefeiert wird. Zwei Großevents in einem Sommer seien schlichtweg zu viel für die Zürcher, so die Begründung der Verantwortlichen vor einigen Monaten. Obwohl das Stadtfest erst 2022 wieder stattfindet, muss die Rennserie wohl auch 2021 ausweichen und einen anderen Ort beehren.

Formel E auf dem Weg nach Genf?

So könnte die Formel E in ihrer siebten Saison womöglich in die dritte Schweizer Stadt innerhalb von vier Jahren umziehen. Dem Bericht zufolge darf sich Genf gute Chancen für einen E-Prix 2021 ausrechnen. Wie Zürich habe auch Genf bereits Studien zur Durchführbarkeit eines Rennens in Auftrag gegeben, heißt es. Unter anderem stehen Standorte direkt am Genfersee und im Les-Vernets-Stadtteil zur Debatte. Derzeit ist allerdings nicht abzusehen, ob und wo der E-Prix in Genf tatsächlich stattfinden könnte.

Der Zürich E-Prix 2018 war das erste Motorsport-Rennen in der Schweiz seit 1955. Zuvor hatte die Schweizer Bundesregierung das 63 Jahre lang bestehende Rundstreckenverbot (infolge eines tragischen Unfalls beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans) zumindest für Fahrzeuge mit Elektromotoren aufgehoben. Lucas di Grassi gewann den Lauf für Audi und sollte sich wenige Wochen später beim Saisonfinale in New York den Vizetitel in der Formel E sichern.

Wie es in der Schweiz weitergeht, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten erfahren. Der provisorische Rennkalender für Saison 6 wird voraussichtlich im Juni veröffentlicht - bis dahin sollte eigentlich eine Entscheidung gefallen sein. Zunächst einmal konzentriert sich die Formel E aber auf ihre aktuelle Saison, denn bereits in knapp drei Wochen steht mit dem Rom E-Prix der Start in die Europa-Saison auf dem Programm.

Zusätzliche Berichterstattung durch Timo Pape

von Tobias Bluhm  

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