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Formel E & WEC einig: Keine Terminkonflikte mehr in 2018

Im Jahr 2018, also quasi während der gesamten vierten Formel-E-Saison, soll es keine Terminkonflikte mehr zwischen der Elektrorennserie und der Langstreckenmeisterschaft WEC geben. Darauf einigten sich die Verantwortlichen beider Kategorien und erneuerten damit ihr "Gentlemen's Agreement" von 2016, an welches sich WEC-Boss Gerard Neveu in dieser Saison allerdings nicht gehalten hatte. Sich überschneidende Rennen wie beispielsweise am 15./16. Juli, wenn die Formel E in New York und die WEC am Nürburgring fährt, sollen nun endgültig der Geschichte angehören.

Das Treffen zwischen Formel-1-Sportchef Ross Brawn, Formel-E-CEO Alejandro Agag und WEC-Boss Gerard Neveu fand im Rahmen des Monaco Grand Prix vergangenen Monat statt. Agag hatte das Meeting bereits eine "gute Initiative der FIA" genannt, noch gebe es allerdings einen kritischen Termin im Jahr 2018, den es zu klären gilt.

Neveu hingegen versicherte, dass der diesjährige Konflikt im Juli eine unglückliche Ausnahme gewesen sei: "Wir versuchen, für alle das Beste herauszuholen, und ich habe das Gefühl, dass alle drei Partner konstruktiv zusammenarbeiten", so Neveu gegenüber 'Motorsport.com'.

Während sich Formel 1 und WEC ebenfalls darauf einigten, Überschneidungen in jedem Fall zu vermeiden, kollidiert gut die Hälfte aller Formel-E-Wochenenden mit der "Königsklasse". Für Agag allerdings kein Grund zur Sorge: "Wir haben keine Probleme mit der Formel 1, da wir keine Fahrer haben, die in beiden Serien antreten. Die Überschneidungen sind okay, weil es einfach so viele Formel-1-Rennen gibt."

Probleme hätte Agag sicherlich mit der WEC, sofern sich Neveu abermals nicht an die Abmachung halten sollte. Eine Garantie dafür gibt es - im Gegensatz zum Deal zwischen WEC und Formel 1 - allerdings nicht.

Die Überschneidung Mitte Juli könnte die Meisterschaft in der Formel E entscheiden, denn der Gesamtführende Sebastien Buemi muss aller Voraussicht nach für Toyota am Nürburgring starten. Währenddessen könnte sein Rivale Lucas di Grassi beim Doubleheader in New York (doppelte Punkte!) die Führung in der Meisterschaft übernehmen. Dann hätte Buemi nur noch zwei Rennen in Montreal Zeit, um seinen Titel noch zu verteidigen.

von Timo Pape 

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