Erster Testtag auf der nassen Strecke von Donington Park

Formel E zaubert Frank Montagny ein Lächeln ins Gesicht.

Franck Montagny ist als einer von zwei Fahrern beim Andretti Autosport Formel E - Team unter Vertrag. Der zweite Fahrer steht zur Zeit noch nicht fest. Die FIA Formel E befragte Franck nach dem ersten Testtag zu seinen Eindrücken über den Spark Renault SRT_01E.

Wie fühlt es sich an, Fahrer für die erste vollelektrische Meisterschaft zu sein?

"Ich bin sehr glücklich, ein Teil der Formel E sein zu können. Es macht mich Stolz von Anfang an dabei zu sein. Es ist eine neue Meisterschaft im Rennsport mit einem völlig anderen einzigartigen Ansatz. Es ist nicht nur eine neue Rennserie, sondern eine neue Ära im Motorsport."

Nachdem Sie beim Test in Donington Park zum ersten Mal das Auto gefahren haben, was hatten Sie für ein Gefühl mit dem Auto?

"Das Auto ist sehr speziell - und ab der ersten Runde hatte ich ehrlich gesagt ein Lächeln im Gesicht. Es macht viel Spaß den Wagen zu fahren. Und ich glaube, wenn ich Spaß im Auto habe, werden die Leute es auch mögen."

Wie fühlt sich das Auto mit den verschiedenen Einstellungen des Energiemanagements an?

"Für eine Runde habe ich die Einstellung für volle Leistung ausprobiert, nur um ein Gefühl für die Leistungsfähigkeit den Autos zu bekommen und es ist fantastisch. Aber ich glaube, es ist nicht möglich, das Auto im Rennen die ganze Zeit in dieser Einstellung zu fahren. Die Power des Wagens ist aber nicht das Wichtigste an der Formel E. Wir müssen eine Show zu den Menschen bringen und ich denke, damit sind wir auf dem richtigen Weg."

Wenn Sie auf den Renn-Kalender sehen, gibt es eine bestimmte Strecke oder einen bestimmten Ort, auf den Sie sich besonders freuen?

"Auf alle!" (grinst).

Sie haben viel Erfahrung mit Formel Wagen gesammelt, einschließlich Formel 1, Champ Car und IndyCars. Wie fühlt es sich an, wieder in einen Formel-Wagen einzusteigen?

"Es ist wirklich schön hier zu sein, zusammen mit dem Andretti Autosport Formel E Team. Es ist irgendwie egoistisch, alleine im Auto zu sitzen, Entscheidungen zu treffen und anzusagen, was Du bevorzugst. Du darfst keine Kompromisse machen, aber wenn Du einen Fehler machst, gibts es keine Entschuldigung."

Die beiden Rennen in den USA, sowohl Long Beach und Miami, sind für Sie und Andretti Autosport Heimspiele. Freuen Sie sich auf die Unterstützung der Fans bei diesen Rennen?

"Ja , natürlich. Ich bin zwar Franzose, aber ich fühle mich zu Hause beim Team Andretti. Es ist sehr familiär. Seit 2008 arbeite ich mit dem Team zusammen. Zwar hatte ich eine Pause, aber den Kontakt haben wir immer gehalten."

Straßenrennen an einem Tag. Welche Art von Herausforderungen wird das für Sie als Rennfahrer?

"Das ist ganz einfach. Wenn Du einen Fehler machst und das Auto im Training schwer beschädigst, hast Du den Tag ruiniert und das bedeutet, keine Punkte. Du hast nur eine Chance und es wird entscheidend sein konstant zu fahren."

Sie sind zu Zeit nicht in den sozialen Medien vertreten, aber für die Fan-Boost Initiative der Formel E wäre das notwendig. Werden Sie sich noch eintragen?

"Natürlich, es ist extra Leistung und diese nehme ich gerne mit. Ich werde das so früh wie möglich in Angriff nehmen."

 

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