Sam-Bird-Virgin

FP1 in Buenos Aires: Bird vor Abt, und 2 Hunde

Sam Bird hat das 1. Freie Training von Buenos Aires für sich entschieden. Der Virgin-Fahrer holte sich mit einer Rundenzeit von 1:09.913 Minuten die Bestzeit der ersten Session des Rennsamstags. Der Deutsche Daniel Abt verbesserte sich kurz vor Schluss auf Position zwei und verwies damit Meister Nelson Piquet jr. auf Rang drei. Nick Heidfeld im Mahindra wurde nur 17.

Schon kurz nach Sessionbeginn kam es zum ersten Aufreger: Simona de Silvestro unterschätze bei ihrer Ausfahrt aus der Boxengasse eine Bodenwelle und krachte mit dem Heck seitlich gegen die Mauer. Dabei riss sie sich den gesamten Heckflügel ab und zerströrte die hintere linke Aufhängung ihres Andretti-Boliden. Wenig später wurde das Training deshalb mit roten Flaggen unterbrochen. De Silvestros Auto wurde minutenlang mit einem Kran aus der Boxengassenausfahrt geborgen.

Kurz zuvor hatte Sebastien Buemi die Bestzeit gesetzt, die er für lange Zeit behalten sollte. Anschließend kam es zu einigen Verbremsern. Am spektakulärsten traf es Salvador Duran und Bruno Senna, die unmittelbar hintereinander die Auslaufzone nutzen mussten. Bird verbesserte sich derweil kontinuierlich. Zunächst übernahm der Brite Position zwei, dann verdrängte er Buemi von der Spitze und gab den Platz bis zum Ende nicht mehr her.

Vergne erkrankt - springt Lopez ein?

Sein Virgin-Teamkollege Jean-Eric Vergne konnte indes gar nicht auf die Strecke gehen. Wie schon beim London ePrix 2015 hatte der Franzose mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Mittlerweile hat Virgin bestätigt, dass sich Vergne eine Lebensmittelvergiftung eingefangen hat und nicht fahren wird. Zwar wolle er selbst ins Auto steigen, Teamchef Alex Tai ist aber dagegen wegen der hohen Temperaturen in Buenos Aires. Ein möglicher Ersatz wäre Lokalmatador Jose Maria Lopez. Der Argentinier war bereits vergangenes Jahr im Gespräch gewesen, seinen Heim-ePrix zu bestreiten. 

 Dann wurde es animalisch im Stadtviertel Puerto Madero: Ein Hund lief auf die Strecke, fand aber schnell wieder einen Ausgang, als die ersten Formel-E-Autos anrauschten. Nur wenige Minuten später wurde ein zweiter Hund auf dem Stadtkurs gesichtet, weshalb gelbe Flaggen geschwenkt wurden. Diesmal meldete sich sogar die Rennleitung via Funk bei allen Fahrern, als das Tier wieder verschwunden war.

Einen kurzen Schreckmoment ereilte während dieser Phase auch Abt-Fahrer Lucas di Grassi. Der Brasilianer blieb mit technischen Problemen auf Streckenrand stehen. Nach einem Neustart der Systeme ging es für ihn jedoch weiter. Auch Robin Frijns blieb kurz vor dem Ende mit technischen Problemen auf der Strecke stehen, wurde am Ende Neunter. Überraschend stark präsentierte sich übrigens NextEV mit den vollen 200 kW Leistung: Piquet wurde Dritter, Teamkollege Oliver Turvey kam auf Position vier.

Um 14:30 Uhr beginnt in Buenos Aires das 2. Freie Training - zu verfolgen live bei uns im Ticker.

Das Ergebnis des 1. Freien Training:

von Timo Pape  

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Extreme-E-Snow-Stones-Cars-Line-up

Galerie: Extreme-E-Teams präsentieren Fahrzeuglackierungen für 2021

Der Countdown bis zum Start in die erste Saison der Formel-E-Schwesterserie Extreme E läuft: Im Rahmen eines virtuellen Launch-Events am Dienstagnachmittag stellten alle Rennställe ihre geplanten Fahrzeuglackierungen für 2021 vor. ...
von Tobias Bluhm
Extreme-E-Car-from-above

Argentinien statt Nepal, Saisonstart im März: Extreme E veröffentlicht neuen Rennkalender

Die neue Offroad-Elektrorennserie Extreme E hat ihm Rahmen ihres digitalen "Global Launch" einen überarbeiteten Rennkalender vorgestellt. Das ursprünglich geplante Himalaya-Rennen in Nepal wurde durch ein Rennen in Argentinien zum Saisonabschluss ersetzt. Außerdem ...
von Timo Pape
Audi-Season-7-Drivers-di-Grassi-Rast-Formula-E

Audi bestätigt Rene Rast & Lucas di Grassi als Stammfahrer für Formel-E-Saison 2021

Vielen hatten bereits damit gerechnet, nun ist es offiziell: Das deutsche Formel-E-Team Audi Sport ABT Schaeffler wird in der kommenden siebten Saison, dem ersten WM-Jahr der Elektroserie, mit den Fahrern ...
von Timo Pape
Montreal-E-Prix-2017-Faraday-Future-Dragon-Racing-Fahrzeuge-von-hinten-Vive-Motreal-Schriftzug

Vancouver statt Montreal? Formel E könnte nach Kanada zurückkehren

Nachdem die Formel E 2017 bereits einmalig in Montreal gastierte, um ihre dritte Saison abzuschließen, schreiten die Pläne für eine Rückkehr nach Kanada, das Heimatland von Formel-E-CEO Jamie Reigle, weiter ...
von Tobias Wirtz