Extreme E

Gleichberechtigung: Extreme E diskutiert gemeinsame Teams aus Frauen & Männern

Extreme E steht für Motorsport mit neuem Konzept. So sollen elektrische Rennen an abgelegenen Orten ausgetragen werden, die besonders vom Klimawandel betroffen sind und darauf aufmerksam machen. Derzeit diskutiert die Serie zudem ein weiteres brandaktuelles Thema: Gleichberechtigung.

Es steht die Idee im Raum, dass für jedes der zwölf Teams, die ab 2021 gegeneinander antreten werden, eine Frau und ein Mann an den Start gehen. "Offiziell ist der Plan noch nicht, wir diskutieren das aktuell", sagt Alejandro Agag in einem Instagram-Livestream mit Lucas di Grassi.

"Wir haben verstanden, dass ein direkter Vergleich zwischen Frauen und Männern im Motorsport schwierig ist. Über Teams kann man jedoch einen ganz anderen Wettbewerb schaffen, um Frauen auf dem gleichen Niveau einzubeziehen. Teamwork ist das Schlüsselwort", so der Spanier. Auch di Grassi scheint von der Idee angetan: "Damit wärt ihr die ersten im Motorsport. Das ist eine tolle Idee."

Derzeit haben drei Frauen Interesse an der elektrischen Offroad-SUV-Serie bekundet und wurden in das "Drivers' Programme" aufgenommen: W-Series-Meisterin Jamie Chadwick, Ex-Formel-E-Fahrerin Katherine Legge und Mikaela Ahlin-Kottulinsky. Die Schwedin fuhr bereits in der GT Masters und startet nun in der schwedischen Tourenwagen-Meisterschaft.

Genau wie die Formel E zu ihren Anfangszeiten erntet auch die zweite Elektroserie von Alejandro Agag Kritik für ihre neuen und innovativen Ideen. Auf sozialen Netzwerken erfuhr die Idee, Frauen und Männer ein Team bilden zu lassen, durchaus Gegenwind. Wie denkst du darüber? Schreib es uns gern in die Kommentare!

Sam Bird neuestes Mitglied im "Drivers' Programme"

Einige Formel-E-Fahrer sind nach wie vor an einem Auftritt in der Extreme E interessiert. Dazu zählen unter anderem Lucas di Grassi, Daniel Abt, Andre Lotterer, Antonio Felix da Costa, Jerome d'Ambrosio, Oliver Turvey und ehemalige Starter wie Nelson Piquet jr., Bruno Senna oder Loic Duval. Das neueste Gesicht in dieser Runde ist Virgin-Pilot Sam Bird. Als Formel-E-Fahrer seit Saison 1 kann er viel Erfahrung im Umgang mit elektrischen Rennwagen mitbringen und verbuchte bislang neun Siege auf sein Konto.

"Es ist ein einzigartiges Rennauto - und eine einzigartige Rennserie", sagt der Brite. "Ich erwarte eine Top-Performance, und wenn man sich die Daten und Videos der Dakar anschaut, sieht es so aus, als würden wir diese tatsächlich bekommen. Ich habe viel Zeit in einem Formel-E-Auto verbracht, deshalb ist der elektrische Motorsport nicht neu für mich. Aber diese E-SUVs sind eine ganz andere Sache. Es wird selbstverständlich eine Lernkurve geben, aber ich lerne schnell."

Der amerikanische Sportsender FOX Sports hat unterdessen in dieser Woche bekanntgegeben, dass er die Rennen der Extreme E nicht nur in Nordamerika und Asien, sondern auch in Australien übertragen werde. Über alles Weitere hält dich e-Formel.de selbstverständlich auf dem Laufenden.

Foto: Veloce Racing / Extreme E

von Svenja König  

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