Spark - Renault SRT 01E bei Testfahrten

In Zukunft New York und Paris?

Wie das Nachrichtenmagazin Forbes berichtet, befindet sich die Formel E zur Zeit in Gesprächen mit der Stadt New York über die Austragung eines Rennens innerhalb der Stadtgrenzen. 

Alejandro Agag sagte dazu: "Wir sind in Gesprächen mit New York, müssen aber abwarten was  mit der Formel 1 wird".

Auch die Formel 1 befindet sich seit geraumer Zeit mit der Stadt New York in Gesprächen, um ein Stadtrennen dort auszutragen. So wurde schon 2011 der Große Preis von Amerika angekündigt, der auf einem 5,1 Km langen Straßenkurs durch Port Imperial, einem Stadtteil von New Jersey und Weehawken führen sollte. Teile des Kurses sollten am Hudson River und an der Skyline von Manhattan entlang führen.

Das Projekt wird von Leo Hindery Junior, einem Gelegenheitsrennfahrer und Geschäftsführer des Private-Equity-Fonds geleitet. Hindery hat derweilen mehr als 10 Millionen Dollar in das Projekt investiert, aber das scheint noch nicht zu langen.

Letztes Jahr ergaben Berechnungen des britischen Daily Telegraph, dass noch etwa 100 Millionen Dollar notwendig wären um die Strecke fertig zu stellen. Die Organisatoren des Rennens haben die Investmentbank UBS beauftragt, das Geld aufzutreiben – der Prozess ist aber noch nicht abgeschlossen. Formel 1 Chef Ecclestone sagte dazu: "Irgendjemand hat die ausstehenden Rechnungen bezahlt und es hieß, dass mehr Geld auf dem Weg wäre. Wenn Sie das einhalten, bin ich zufrieden".

Ein Teil der Schwierigkeiten für die Formel 1, das Rennen an den Start zu bringen ist, dass sich Kosten für Lizenzverträge auf ca. 27 Millionen Dollar pro Jahr belaufen und sich diese jedes Jahr um weitere 10 % erhöhen. Hier allerdings kommt die Formel E mit einem völlig anderen Konzept.

Während Formel 1 Rennen von unabhängigen Promotoren veranstaltet werden, die dann eine jährliche Lizenzgebühr zahlen müssen, organisiert sich die Formel E selbst und verlangt von den Städten keine Lizenzgebühren. Einzig möchte die Formel E von den Städten Unterstützung bei den Vorbereitungen zu den Rennen und dass lokale Sponsoren gefunden werden.

"In New York können wir erhebliche Gewinne durch ein Rennen erwirtschaften. Deshalb sollte Mr. Hindery sein Geld richtig anlegen" sagte Agag. "Für die Saison 2014/15 ist unser Kalender bereits voll. In Zukunft wollen wir aber mehr Termine haben. Unter anderem ein Rennen in Paris. Paris ist bereit und wir haben bereits eine wirklich coole Strecke gefunden, die an all den historischen Bauten vorbeiführt."

Beginnen wird die Formel E dieses Jahr am 13 September in Peking. Die Strecke führt rund um das Olympia Stadium, auch bekannt als das Vogelnest. Diese Woche wird dort begonnen mit den Vorbereitungen. Damit Schutzmauern, Auffangzäune und alles weitere was nötig ist, installieren zu können, müssen rund um den Olympia Park mehrere Bohrungen getätigt werden, an denen dann die Sicherheitseinrichtungen verankert werden. 

"All diese Sicherheitseinrichtungen sind wirklich wichtig für uns, damit wir eine echte Rennstrecke dort installieren können" sagte Agag. "Wir haben jetzt alle Rennen und alle Teams bereit. Das haben wir gut hinbekommen".

  

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