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Jaguar in Rom: "Ziemlich frustrierter" Evans, Gurt-Problem bei Piquet

Panasonic Jaguar Racing war auch beim siebten Lauf zur Formel E-am vergangenen Wochenende in Rom wieder im Zentrum des Geschehens. Auch wenn der greifbar nahe erste Sieg am Ende nicht glückte, setzte das Team mit Platz 9 durch Mitch Evans seine starke Serie von Punkteergebnissen in jedem der bisherigen Saisonrennen auch in der "ewigen Stadt" fort. Nach sieben Rennen liegt das von James Barclay geleitete britische Team nun auf Platz 5 in der Teamwertung.

In Rom gelang Evans Platz 3 im Qualifying -  das bis dato beste Qualifying-Resultat der Teamgeschichte. Nelson Piquet jr. nahm das Rennen von Startplatz 13 in Angriff. Beide legten gute Starts hin und betrieben ein sehr effizientes Energiemanagement. Gegen Halbzeit kam zunächst Piquet jr. zum Fahrzeugwechsel an die Box, hatte dann aber Probleme mit dem Sicherheitsgurt und musste kurz darauf aufgeben.

Nach einem erfolgreichen Fahrzeugwechsel in Runde 16 fand sich Evans in einem beinharten Duell um die Podiumsplätze und sogar einen möglichen Sieg wieder. Lange Zeit hielt er den zweiten Platz und kämpfte mit dem späteren Sieger Sam Bird um die Führung. In Runde 29 startete der "Kiwi" in Kurve 9 eine Attacke auf den Virgin-Fahrer, doch Bird machte geschickt die Innenbahn zu. In der letzten Runde waren die Energiereserven des Jaguar I-TYPE 2 dann aufgebraucht und Evans fiel noch bis auf Platz 9 zurück.

Evans hätte sich natürlich mehr erhofft: "Das Qualifying war gut, doch bin ich ziemlich frustriert, denn wir hatten heute die Möglichkeit zum Sieg. Weitere Punkte für das Team gesammelt zu haben ist positiv, aber es war heute weitaus mehr drin, und das ist hart zu verdauen. Ich hatte meine Hand am Siegerpokal, doch mein Glückwunsch an Sam (Bird). Hoffentlich können wir nun in Paris die Scharte auswetzen und erneut um ein Podium kämpfen."

Auch Piquet mit Problem am Sicherheitsgurt

Piquet blickt erneut auf ein schwieriges Rennen zurück: "Der Tag begann sehr gut mit der schnellsten Zeit im 1. Freien Training. Dann versuchten wir für das Qualifying eine andere Einstellung, was aber leider nicht funktioniert hat. Ich war mit Blick aufs Rennen dennoch zuversichtlich, denn wir wussten um unsere Schnelligkeit und Effizienz. Aber es war halt heute nicht unser Tag. Ich hatte in der Boxengasse ein Problem mit dem Sicherheitsgurt. Ich musste anhalten, um ihn wieder anzulegen, was zu viel Zeit kostete. Mitch fuhr ein tolles Rennen, doch können wir als Team aus allem lernen. Rom war ein fantastisches Event – coole Strecke und sehr begeisterungsfähige Fans."

James Barclay, Teamchef von Jaguar Racing, sagt: "Nachdem wir das ganze Wochenende in Topform waren und mit P3 unser bislang bestes Qualifying-Ergebnis feiern konnten, ist das Rennergebnis natürlich enttäuschend. Wir hatten eine Chance auf den Sieg oder zumindest einen Podiumsplatz, doch haben wir zu viel Energie verbraucht und mussten am Ende zurückstecken, um noch die Ziellinie zu überqueren. Dennoch: Ein weiterer Schritt nach vorne für uns und positiv für das Team. Wir sind Racer und wollen immer den Sieg – es sollte halt heute noch nicht sein. Rom war ein fantastischer Gastgeber des ersten italienischen E-Prix, und wir nehmen nun das Momentum mit zum nächsten Rennen nach Paris."

Vor dem nächsten Rennen der Formel E in Paris am 28. April belegen Piquet und Evans in der Fahrerwertung die Plätze 6 und 7.

von Erich Hirsch 

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