Lotus & Renault F1: Verbindungen zur Formel E

Das Formel-1-Team Lotus stand in der vergangenen Saison kurz vor einer Formel-E-Partnerschaft mit dem britischen Team Virgin Racing. Tatsächlich engagierten sich einige Lotus-Mitarbeiter zu Saisonbeginn bei Virgin, die offizielle Verkündung einer Partnerschaft blieb jedoch aus. Stattdessen entschied sich Virgin dafür, eigenes Personal anzuheuern, um langfristig eine starke Mannschaft auf die Beine zu stellen.

“Wir hatten ein Jahr Zeit, unser eigenes Team aufzubauen”, sagt Virgins Technikchef Sylvain Filippi gegenüber ‘Current E’. “Wir hatten die Idee einer Partnerschaft mit Lotus F1, aber daraus ist nicht so richtig etwas geworden. Wir haben frühzeitig gemerkt, dass wir unser eigenes Vollzeitteam aufstellen müssen, wenn wir konkurrenzfähig sein wollen. Genau das haben wir jetzt, wir haben uns massiv verbessert.”

Eine weitere Verbindung zur Formel E besteht beim französischen Team Renault e.dams, schließlich hat Renault sein Engagement in der Elektroserie ausgeweitet und nicht zuletzt einen eigenen Antriebsstrang entwickelt: “Wir arbeiten jetzt mit Renault F1 zusammen”, bestätigt Alain Prost, der bislang unter anderem für Sponsoren-Angelegenheiten bei e.dams zuständig war.

Vincent Gaillardot, Chef der Elektrik- und Elektronikabteilung bei Renault Sport, erklärt: “Wir haben uns entschieden, das Formel-E-Projekt unter den Aktivitäten von Renault Sport F1 laufen zu lassen, weil ich dort seit mehr als zehn Jahren für die Elektronik verantwortlich bin. So konnten wir Ressourcen und einen Expertenpool für sämtliche Elektrothemen abstellen.”

Durch die Neustrukturierungen bei e.dams wird sich auch die Rolle von Alain Prost geringfügig verändern: “Ich werde nach wie vor dabei sein, gar keine Frage. Es gäbe auch keinen Grund für das Gegenteil, auch wenn ich ein bisschen was anderes machen werde.” Wie sein Job genau aussehen wird, will er aber noch nicht verraten. Pläne über ein gemeinsames Renault-Team in Formel 1 und Formel E gebe es indes nicht. “Wir haben nur dieselbe Organisation”, so Prost.

von Timo Pape  

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