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Lucas di Grassi will Gesamtführung: "Die Super-Pole muss unser erstes Ziel sein"

Am kommenden Samstag (27. April) macht die Formel E auf ihrer Europa-Tournee Station in Paris. Mit sieben Siegern in den bisherigen sieben Rennen und extrem geringen Abständen in der Tabelle war die Meisterschaft niemals zuvor so hart umkämpft wie jetzt. Beim Gastspiel in Frankreichs Hauptstadt wollen Daniel Abt, Lucas di Grassi und das Team Audi Sport ABT Schaeffler wieder zurück aufs Podium.

Nur 21 Punkte trennen Abt auf Gesamtrang 10 vom bestplatzierten Piloten (Jerome d'Ambrosio) in der Fahrerwertung - noch nie in ihren vier Saisons war die Formel E nach sieben Rennen so eng beisammen. Bisher lagen die Top 10 mit 65 (Saison 1), 94 (Saison 2), 99 (Saison 3) und 87 Punkten (Saison 4) immer deutlich weiter auseinander. Teamkollege di Grassi trennen auf Position 5 gar nur sieben Zähler von der Führungsposition. In der Teamwertung liegt Audi mit 14 Punkten Rückstand ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitze. Mit dem achten von 13 Rennen beginnt am Wochenende in Paris die heiße Phase im Kampf um die Trophäen.

Di Grassi hat sich bereits in die Pariser Geschichtsbücher eingetragen, als er in der Saison 2015/16 die Rennpremiere in Frankreich gewann. Seitdem war das Rennen in Paris ein Auf und Ab für ihn: Auf den Sieg folgte ein Ausfall im nächsten Jahr, dann wieder ein Platz auf dem Podium. "Die Meisterschaft wird immer härter: Jeder kann auf der Pole stehen, jeder kann das Rennen gewinnen - Paris wird da keine Ausnahme sein", sagt der Brasilianer. "Also müssen auch wir noch härter arbeiten, um weiter mit im Spiel zu bleiben. Das Zeittraining wird wie immer eine große Rolle spielen. Ich bin wieder in der ersten Gruppe, was sicher kein Vorteil ist. Aber auch von dort kann man in die Super-Pole kommen, und genau das muss unser erstes Ziel sein, um eine optimale Ausgangsposition im Rennen zu haben."

Daniel Abt: "Wir wissen, dass wir es draufhaben"

Nach sechs Rennen in Folge in den Punkten blieb Teamkollege Abt zuletzt in Rom wegen technischer Probleme erstmals in dieser Saison ohne Zähler. "Das war am Montag nach dem Rennen abgehakt. Solche Tage gibt es eben in der Formel E, manchmal liegt es einfach nicht in deiner Hand", sagt der Deutsche, der nur nach vorn blickt: "Wir wissen, dass wir es draufhaben, und müssen es in Paris eben besser machen. Es geht sehr eng zu und es ist immer noch alles offen in der Meisterschaft. Für mich ist das Rennen einer der Höhepunkte: eine wahnsinnige Location mitten in der Stadt. Genau das macht die Formel E aus."

Die Kulisse in Paris ist tatsächlich einzigartig für ein Formel-E-Event. Noch am Tag vor dem Rennen fahren Sightseeing-Busse durch die Boxengasse, dann startet die Formel E ihr Gastspiel in Frankreichs Hauptstadt. Der 1,920 Kilometer lange Kurs führt rund um den Invalidendom, in dem Napoleons Grab beheimatet ist. Der Eiffelturm, die Avenue des Champs-Elysees und die Seine liegen in unmittelbarer Nähe - tiefer im Herzen der Stadt kann man nicht sein.

Teamchef Allan McNish glaubt an seine Fahrer: "Wir haben diese Saison gesehen, dass unser Auto und unser Team die Performance haben, ganz vorn zu sein. In Rom haben wir die 1.000-Punkte-Marke in der Formel E erreicht. Aber mit ihrem hohen Niveau und ihrer extremen Leistungsdichte verzeiht die Formel E nicht den kleinsten Fehler. Sieben Sieger in sieben Rennen, die Top 6 in der Fahrermeisterschaft innerhalb von nur zehn Punkten, was exakt dem Unterschied zwischen einem ersten und einem dritten Platz am Samstag entspricht. Wir sind voll mit dabei, aber für einen Pokal in der Formel E brauchst du einen perfekten Tag. Jeder in unserer Mannschaft gibt alles dafür, damit wir den in Paris wieder erleben."

Der achte Saisonlauf der Formel E in Paris startet am Samstag um 16 Uhr und führt wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Nach dem Lauf in Rom, den allein in Deutschland mehr als eine Million Menschen vor dem Bildschirm verfolgten, zeigt das ZDF das Rennen in Frankreichs Hauptstadt im Live-Stream: Die Übertragung beginnt um 15.45 Uhr auf zdfsport.de. Wie immer überträgt auch Eurosport das Rennen live.

von Timo Pape 

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Kommentar von Trockensumpfpumpe |

Anmerkung: di Grassi gewann die Premiere in der Saison 2015/16, ein Jahr später gewann Buemi.

Kommentar von Timo |

Natürlich - danke für den Hinweis, ist angepasst!

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