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Medienbericht: Formel E vor Umzug auf die Münchener Wiesn ab 2018?

Die Chancen auf einen Umzug der Formel E nach München scheinen größer zu sein als bisher vermutet. Nachdem schon im Rahmen des Berlin-Tohuwabohus im Januar dieses Jahres erste Gerüchte kursierten, und die bayrische Landeshauptstadt am Montag in einem geleakten Kalender-Entwurf für Saison vier als denkbare Option erwähnt wurde, tauchte in der 'BILD'-Zeitung nun ein erster konkreter Streckenentwurf für München auf. Der Kurs soll allem Anschein nach über das Oktoberfest-Gelände samt Theresienwiese führen, der Wunschtermin liegt im Mai 2018.

Die Verhandlungen mit München seien inzwischen weit fortgeschritten, heißt es. Nach einigem Hin und Her mit dem Berliner Senat in den vergangenen Monaten sollen die Formel-E-Organisatoren jetzt offenbar genug von der Lokalpolitik in der Hauptstadt haben: Die Elektroserie möchte nicht länger auf dem abgeriegelten Vorplatz eines Flughafens fahren, sondern in Straßen von Innenstädten. München sei dabei eine der besten Optionen für die Formel E.

Als einer von neun Rennorten im aktuellen Formel-E-Kalender ist Berlin derzeit die einzige Deutschland-Station der Elektroserie. Im Juni wird die Formel E ihr drittes Rennen in der Bundeshauptstadt austragen. Anfang 2017 wurde die Rennserie von der Karl-Marx-Allee unweit des Alexanderplatzes nach politischen Protesten zurück auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof verlegt, wo 2015 bereits das Premierenrennen in Deutschland stattfand.

Stop-and-go auf der Theresienwiese

Der 'BILD' vorliegende Streckenentwurf für München sieht ein Event auf den Verbindungswegen über die Theresienwiese unterhalb der Bavaria vor. In die Strecke einbezogen wäre ein Teil des Bavariarings, der allem Anschein nach als Start- und Zielgerade fungieren soll. Die Strecke ist gespickt mit mehreren 90-Grad-Kurven und kurzen Geraden, insgesamt wäre der Kurs mit 2,4 Kilometern Gesamtlänge ähnlich lang wie jener in Buenos Aires. Platz für Tribünen gäbe es auf dem Gelände genügend.

Dass die Formel E tatsächlich auf genau diesem Layout auf der "Wiesn" fahren wird, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Zwar liegt die Theresienwiese deutlich näher am geografischen Stadtzentrum als Berlin-Tempelhof, jedoch ist der Schauplatz des Oktoberfests gleichermaßen isoliert von den großen Sehenswürdigkeiten der Stadt wie der Flughafen in Berlin. Die Argumentation, die Serie mit einem Umzug auf die Theresienwiese in ein Stadtzentrum zu holen, wäre wenig plausibel.

Angesetzt ist für das Event vorerst der 19. Mai 2018. Jenes Datum wird ebenfalls im Anfang der Woche geleakten Kalender-Entwurf von 'Autosport' und 'Motorsport.com' für das Deutschland-Rennen der Formel E reserviert. Ob das Rennen aber auf der Theresienwiese stattfinden kann, bleibt zweifelhaft. Laut 'BILD' stand zudem lange die Idee eines ePrix im Münchener Olympiapark im Raum...

Prominente Unterstützung aus Bayern

Mit dem Allgäuer Team ABT, den gebürtigen Bayern Maro Engel und Daniel Abt sowie den in der Formel E aktiven Herstellern BMW und Audi gibt es gewiss zahlreiche Akteure in der Elektroserie, die sich über ein Formel-E-Rennen in Bayern freuen würden. Erst vor Kurzem stellte Formel-E-Boss Alejandro Agag die Münchener Versicherung Allianz als offiziellen Partner der Formel E vor.

Wie weit die Verhandlungen mit München fortgeschritten sind, und ob die bayrische Landeshauptstadt überhaupt eine Option für die Formel E wäre, bleibt bis auf Weiteres ungewiss. Wir sind für euch selbstverständlich an der Causa München dran und berichten, sobald es neue Ergebnisse gibt. Bis dahin verbleiben wir mit dem Verweis darauf, dass die Formel E zumindest 2017 noch in Berlin fahren wird: Dort finden am 10. und 11. Juni die Läufe sieben und acht der aktuellen Saison statt. Karten für das Doppel-Event erhaltet ihr hier.

Das vorgeschlagene Layout für München

von Tobias Bluhm 

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