Venturi-Jaguar-Crash

Mortara nach Paris-Crash mit Lynn: "Etwas optimistisch von mir"

Nach einem zuletzt frustrierenden Rennwochenende in Rom lief es auch beim Paris E-Prix für den monegassischen Venturi-Rennstall nicht nach Plan. Zwar scheinen die wiederholten Zuverlässigkeitsprobleme dank eines neuen Antriebswellen-Zulieferers gelöst zu sein. Dennoch erreichte nach Unfällen keiner der beiden Venturi-Piloten die Punkteränge. Kurios: Während Mortara nach einem späten Unfall ausfiel, hatte Felipe Massa rundenlang mit einem defekten Visier zu kämpfen.

Noch im Qualifying lief es für beide Piloten vergleichsweise gut. Felipe Massa schaffte es in das Super-Pole-Shoot-out um die Pole-Position und sicherte sich Startplatz 4 für das Rennen am Samstagnachmittag. Edoardo Mortara qualifizierte sich mit einer soliden, wenn auch nicht berauschenden Runde als Zehnter.

In einem von plötzlichen Regen- und Hagelschauern, Unfällen und Drehern gezeichneten Rennen hielt sich Massa nach einem fliegenden Rennstart über weite Strecken auf einem aussichtsreichen vierten Platz, bis er mit NIO-Pilot Oliver Turvey kollidierte und sich drehte. Das Auto wurde dabei zwar nicht maßgeblich beschädigt, jedoch verlor er einige Plätze und beendete das Rennen als Neunter. Der Brasilianer hatte jedoch noch mit einem weiteren Problem zu kämpfen: Aufgrund eines undichten Visiers lief Wasser in das Innere seines Kopfschutzes, wodurch er weite Strecken des Rennens mit einem offenen Helm fahren musste.

"Das ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert", sagt Massa nach dem Rennen. "Von der Mitte des Visiers ist mir das Regenwasser in den Helm gelaufen, was meine Sicht stark beeinflusst hat. Also musste ich mit offenem Visier fahren, weshalb ich nicht meine komplette Pace zeigen konnte." Massas Resümee: "Es war wirklich ein sehr schwieriger Tag bei schwierigen Bedingungen für uns."

"Er hätte mir etwas mehr Platz lassen können"

Auch Hongkong-Sieger Edoardo Mortara startete zunächst gut in das Rennen und konnte in der ersten Phase einige Positionen gutmachen. Beinahe zeitgleich mit dem Massa-Dreher setzte Mortara zu einem Überholversuch gegen den Deutschen Maximilian Günther (Dragon) an, bei dem er jedoch mit blockierenden Vorderrädern frontal in die TecPro-Barriere von Kurve 3 einschlug. Er konnte allerdings weiterfahren.

Nur wenige Minuten später versuchte der gebürtige Schweizer, mit einem sehr optimistischen Manöver Lynn zu überholen. Beim Versuch drehte Mortara Lynn, welcher infolgedessen in die Wand fuhr. Mortara rutschte anschließend selbst mit der Nase unter den Jaguar des Briten.

"Es lief eigentlich gut, bis ich Maximilian Günther überholen wollte", fasst Mortara nach dem Rennen bei 'e-Formel.de' zusammen. "Ich wollte ihn nur überholen, aber dabei haben die Vorderräder blockiert. Das war mein Hauptfehler in diesem Rennen. Die Kollision mit Lynn war etwas optimistisch von mir, auch wenn er mir etwas mehr Platz hätte lassen können. Vielleicht hat er mich nicht gesehen, aber das war sicherlich mehr meine Schuld."

Monaco-Strafversetzung für Mortara nach Lynn-Kollision

Mortara weiter: "Es waren super schwierige Bedingungen heute, es stand viel Wasser auf der Strecke. Das Qualifying war trotzdem gut, und auch die Pace im Rennen war nicht schlecht. Wir müssen beim nächsten Rennen in unserer Heimat nur ein fehlerfreies Wochenende zusammenbringen."

Für die Kollision mit Lynn muss Mortara beim Heimrennen des Teams aus dem Fürstentum in der Startaufstellung drei Plätze nach hinten. Nach dem Paris E-Prix steht er in der Meisterschaft auf Platz 10,  Massa ist 16. Alle Informationen zum Monaco E-Prix am 11. Mai findest du selbstverständlich auf unserer Webseite.

von Svenja König 

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