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Nach Hülkenberg-Aus bei Renault: Romain Grosjean liebäugelt mit Formel E

Während hinter den Kulissen der Formel E die Vorbereitungen auf die Saison 2019/20 auf Hochtouren laufen, tauchte auf dem Fahrermarkt der Elektroserie in den vergangenen Tagen ein neuer Name auf. Nachdem in der Formel 1 am Donnerstag die Verpflichtung von Esteban Ocon bei Renault offiziell bestätigt wurde, gilt Nico Hülkenberg als heißer Kandidat auf das Haas-Cockpit von Romain Grosjean. Der Franzose, dessen F1-Zukunft zunehmend auf der Kippe steht, liebäugelt seines Zeichens nun mit einem Engagement in der Formel E.

"Dieses Jahr war bisher nicht gut", blickt Grosjean in einer Medienrunde in Spa-Francorchamps auf die erste Hälfte der Formel-1-Saison zurück, in der er in zwölf Rennen lediglich acht Punkte erzielte. "Die Resultate waren nicht so, wie sie sein sollten. Sechsmal haben wir die Zielflagge nicht gesehen, und es war nicht ein einziges Mal meinetwegen. Die Zuverlässigkeit des Autos war einfach nicht auf meiner Seite. Trotz einiger guter Rennen haben wir deshalb oft unsere Ziele nicht erreicht."

Der 33-Jährige startet seit 2009 in der Formel 1 und erreichte bei 155 Starts mehrmals das Podium, kam in der bisherigen Saison allerdings nicht über einen siebten Platz in Hockenheim hinaus. Die durchschnittlichen Ergebnisse treiben Grosjean nun auf den Schleudersitz bei Haas: Während Teamkollege Kevin Magnussen bis einschließlich 2020 einen gültigen Vertrag beim US-Team besitzt, läuft der Kontrakt von Grosjean nach diesem Jahr aus. Sollte sich Nico Hülkenberg im Kampf um das zweite Haas-Cockpit durchsetzen, wäre Grosjeans Formel-1-Zukunft ungewiss.

"Formel E wäre eine Option"

Zwar sei Grosjean "zuversichtlich", auch im nächsten Jahr in der "Königsklasse" starten zu können. Dennoch zieht er auch Teilnahmen in anderen Rennserien in Betracht. Neben seinem Traum, wie schon 2010 an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen zu können, ist auch die Formel E auf dem Radar Grosjeans.

"Ja, die Formel E wäre eine Option. Sie ist eine gute Serie, die natürlich sehr anders als die Formel 1 ist. Aber der Wettbewerb in der Formel E ist gut. Auch dass sich so viele Hersteller in der Serie engagieren, ist sehr spannend", so Grosjean. Die US-amerikanische IndyCar-Serie sei hingegen nichts für ihn: "Ich habe Angst vor den Ovalen. Und eine Teilzeit-Saison, in der ich nur auf den Rundkursen fahre, macht keinen Sinn. Wenn ich in eine Serie gehen, dann um dort Champion zu werden."

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von Derbe_klopp_te |

"Die Resultate waren nicht so, wie sie sein sollten. Sechsmal haben wir die Zielflagge nicht gesehen, und es war nicht ein einziges Mal meinetwegen."
Also ganz im Ernst.
DAs ist eine So krasse fehleinschätzung seinerseits, dass ich bezweifel, dass er langfristig ein Cockpit in der F-E einnehmen wird. Bestimmt bekommt er einen Bonus, weil er aus der F1 kommt, aber er muss sich im Auto auch beweisen.
Und mehrfache Kollisionen mit dem Teamkollegen gehen nunmal auch auf seine Kappe (aber natürlich auch auf die des TK).

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