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Nach Kollision in Hongkong: Lotterer nicht interessiert an Gespräch mit Bird

Die dramatischste Geschichte des Hongkong E-Prix nimmt kein Ende. Nach hartem Kampf zwischen Virgin-Pilot Sam Bird und Andre Lotterer war es in der vorletzten Runde zur Kollision zwischen beiden Fahrern gekommen, die zu einem Reifenschaden beim Deutschen führte. Er verlor den Sieg und beendete das Rennen als 14., wohingegen Sam Bird als Sieger über die Ziellinie ging. Im Nachhinein wurde Bird mit einer 5-Sekunden-Strafe belastet und wurde Sechster.

Zwei Wochen später - kurz vor dem Sanya E-Prix - lebt das Thema wieder auf. Lotterer lässt auf der Pressekonferenz durchscheinen, dass er Bird die Aktion noch nicht verziehen hat: "Ich kann nicht sagen, dass mir das noch nicht passiert ist. Das passiert uns allen, wir fahren ineinander. Aber das passiert entweder unabsichtlich, wenn man versucht nah aufzufahren oder wenn man irgendetwas versucht und schaut, was passiert. Er ist ein großes Risiko eingegangen und hat seinen Move nicht innen angesetzt, wie beispielsweise letztes Jahr in der Haarnadel gegen JEV. Er hat mich einfach von hinten gerammt."

Der geborene Duisburger bestätigt auch, dass Bird versucht habe, den Vorfall mit ihm zu besprechen: "Er hat versucht mich anzurufen und mir mehrere Nachrichten geschickt, um sich zu entschuldigen. Aber das wohl eher, um sein Gewissen zu beruhigen. Ich habe nicht geantwortet, aber wir haben uns am Donnerstag gesehen und uns die Hand gegeben."

"Ich bin darüber hinweg", beschließt Lotterer das Thema. "Ich bin mit leeren Händen nach Hause gegangen, aber es bringt nichts deswegen zu weinen." Bird erklärte bei der Pressekonferenz übrigens, dass er sein Manöver jederzeit wieder so ansetzten würde. Lotterer habe er aber nicht vorsätzlich gerammt. Bereits in wenigen Stunden könnte es in Sanya zum nächsten Duell der beiden kommen. Rennstart zum sechsten Saisonlauf ist um 8 Uhr deutscher Zeit.

von Svenja König 

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