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Neuseeland: Mitch Evans unterstützt Formel-E-Pläne in Auckland

Die Liste mit Städten, die Interesse an einem Formel-E-Rennen haben, ist bekanntlich lang. Zudem gibt es immer wieder Interessengruppen innerhalb von Metropolen, die zwar für die Elektroserie kämpfen, aber keine Mehrheit auf ihre Seite bringen können - etwa in Hamburg. Auch in der Neuseeländischen Großstadt Auckland ist die Situation ähnlich. Zwar hat das Gremium "ATEED", sozusagen die Eventabteilung des Stadtrates, entschieden, eine Formel-E-Bewerbung wegen anstehender Straßenarbeiten nicht zu unterstützen. Potenzielle Organisatoren suchen jedoch weiterhin den Dialog mit ATEED, um zu einem späteren Zeitpunkt den nächsten Versuch zu starten.

Eine private Gruppe aus Auckland sowie NZ Major Events sollen sich zum Ziel gesetzt haben, einen Formel-E-Termin für Neuseeland in den nächsten zwei bis drei Jahren festzumachen. Wie realistisch dieses Ziel ist, sei vorerst mal dahingestellt. Der neuseeländische Formel-E-Fahrer Mitch Evans, der gerade seine erste volle Saison mit Jaguar Racing beendet hat, würde ein Rennen in seiner Heimat begrüßen und unterstützt die Bestrebungen.

"Ich habe davon immer wieder ein bisschen was mitbekommen", sagt Evans gegenüber 'The Herald'. "Es gibt gewisse Gespräche zu diesem Thema (..) - noch nicht ewig, aber die Gerüchte stimmen. Es wäre für mich einfach das Größte, wenn es dazu kommen würde. Ich denke, Auckland würde sehr gut (zur Formel E) passen, und ich hoffe einfach nur, dass die Stadt das ebenso versteht wie die vielen anderen Metropolen."

Wie 'The Herald' berichtet, soll der Stadtregierung sogar schon ein mögliches Streckenlayout präsentiert worden sein. "All unsere Kurse befinden sich im Stadtzentrum, es würde also auf eine Strecke irgendwo in den Bezirken CBD oder Viaduct (Hafenbereich) hinauslaufen. Eine Location im Zentrum von Auckland wäre spektakulär. Es wäre großartig für die Stadt, großartig für die Serie und großartig für mich", so Evans.

Ob und wann die Formel E in Auckland starten könnte, bleibe abzuwarten, sagt der "Kiwi". "Aber wenn es dazu käme, dann wohl erst in ein paar Jahren. Natürlich hat das nicht viel mit mir zu tun, aber ich würde ein solches Rennen auf jeden Fall zu 100 Prozent unterstützen."

Bessere Chancen dürfte zunächst einmal Australien haben. Denn stets hat Formel-E-Boss Alejandro Agag betont, dass er gern um Weihnachten herum in "Down Under" Station machen würde. Wie wir erfahren haben, soll es erst kürzlich eine Studie zur Durchführbarkeit eines Formel-E-Rennens in Perth gegeben haben. Also weder Adelaide noch Sydney noch Melbourne, sondern plötzlich die Westküste Australiens. Sobald es hierzu Neuigkeiten gibt, werden wir darüber berichten.

von Timo Pape 

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