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Paffett punktet in Paris für HWA: "Es war ein harter Kampf"

Das deutsche Formel-E-Team HWA Racelab beendete den Paris E-Prix am vergangenen Samstag abermals in den Punkten. Nachdem sich zwei Wochen zuvor Stoffel Vandoorne sein erstes Podiumsergebnis gesichert hatte, zeigte diesmal Gary Paffett sein fahrerisches Können.

Bereits im 1. Freien Training war Paffett die viertbeste Zeit gefahren, im Qualifying lief es jedoch nicht so gut für ihn. Nach dem Regen am Morgen unterliefen sowohl ihm als auch Teamkollege Vandoorne auf dem 1,92 Kilometer langen Kurs rund um "Les Invalides" kleine Fahrfehler, sodass sich beide mit den Startplätzen 17 und 19 zufriedengeben mussten.

Von Rennstart weg fuhren Paffett und Vandoorne dann ein konzentriertes Rennen und hielten sich so gut es ging aus riskanten Manövern heraus. Zur Rennmitte änderten sich abermals die äußeren Bedingungen: Ein heftiger Regenschauer setzte die Strecke unter Wasser. Auf dem nun äußerst rutschigen Untergrund kam es zu einer Kollision, in die auch Vandoorne verwickelt wurde: Jose Maria Lopez rutschte dem Belgier ins Heck, woraufhin dieser das Rennen in der Box mit einem Schaden aufgeben musste.

Der E-Prix blieb chaotisch: Immer wieder ereigneten sich Dreher, Zusammenstöße und weitere Ausfälle. Paffett behielt dennoch die Nerven und machte Platz um Platz gut. Bis zur Safety-Car-Phase arbeitete er sich bis auf Rang 9 nach vorne. Nur kurz wurde das Rennen fortgesetzt, ehe es zu einer weiteren Kollision und dem nächsten Ausfall kam, wodurch der DTM-Champion auf Platz 8 vorrückte. Diese Position verteidigte er bis ins Ziel und holte zum zweiten Mal in dieser Saison Punkte.

"Was für ein Rennen! Nach dem Qualifying war ich zunächst enttäuscht. Von Startplatz 17 aus noch in die Punkte zu kommen, das ist fantastisch! Ich habe mich aus allen Schwierigkeiten herausgehalten, und die Pace war sehr gut. Auch auf der nassen Strecke hielt sich das Fahrzeug hervorragend. Es war ein harter Kampf, aber es hat Spaß gemacht. Es freut mich für das ganze Team, dass wir erneut Punkte geholt haben."

Teamkollege Vandoorne sagt nach seinem Ausfall: "Es war ein hartes Rennen heute. Die äußeren Bedingungen waren wirklich knifflig. Zunächst war die Strecke trocken, die Pace fühlte sich gut an, aber es war schwer zu überholen. Dann änderte sich das Wetter schlagartig. Auf der nassen Strecke kam es zu mehreren Kollisionen. Ich wurde leider von hinten getroffen, und mein Rennen war zu Ende. Das ist sehr schade, weil heute Punkte auf jeden Fall im Bereich des Möglichen waren."

Teamchef Ulrich Fritz sagt: "Wie erwartet war es heute ein kompliziertes Rennen mit den unterschiedlichen Wetterbedingungen und vor allem mit dem heftigen Regen. Leider wurde Stoffel in eine Kollision verwickelt und konnte das Rennen nicht beenden. Gary hat einen großartigen Job gemacht. Er hat sich vom Ende des Feldes nach vorne gekämpft und wurde mit seinen zweiten Punkten in dieser Saison belohnt. Darüber können wir uns wirklich freuen. Das zeigt die Pace, die wir an diesem Wochenende hatten. Danke an das ganze Team, das erneut wirklich hart gearbeitet hat."

Der nächste Lauf der Formel-E-Meisterschaft 2018/19 ist der Monaco E-Prix am 11. Mai.

von Timo Pape 

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