Pascal-Wehrlein-New-York

Pascal Wehrlein nach 1. Formel-E-Jahr: "Super gut in Saison gestartet, aber..."

Es war ein Auf und Ab in der fünften Formel-E-Saison für das indische Team Mahindra Racing. Besonders der Belgier Jerome d'Ambrosio startete mit einem zweiten Platz in Saudi-Arabien und einem Sieg in Marrakesh gut in die Saison. Zur Saisonhalbzeit war er Führender der Fahrerwertung, ließ dann aber stark nach. Pascal Wehrlein schlitterte in Santiago und Mexiko-Stadt nur knapp am ersten Formel-E-Sieg seiner Karriere vorbei. Doch mit Beginn der Europa-Rennen häuften sich die Probleme. Technische Defekte oder nicht vorhandene Pace machten einen Kampf um die Fahrermeisterschaft unmöglich.

Auch in New York tat sich das Team schwer. D'Ambrosio drehte seinen Mahindra M5 Electro im Qualifying beim Anbremsen auf Kurve 10 und musste somit von ganz hinten ins Rennen gehen. Im Rennen konnte er trotz Massenkarambolage kurz vor Schluss in Kurve 2 viele Plätze gutmachen und beendete das Rennen als Neunter in den Top 10.

Am Sonntag Nachmittag dann ein kurzer Lichtblick: D'Ambrosio war im 3. Freien Training der Schnellste und zeigte, dass das Auto durchaus die Pace hatte, um vorn mitzufahren. Aber das Momentum währte nicht lang, denn im Qualifying platzierte sich der ehemalige Dragon-Fahrer nur auf Platz 16. Bis auf Platz 11 ging es im finalen Rennen der fünften Formel-E-Saison noch nach vorn.

"Generell beende ich die Saison positiv", sagt d'Ambrosio. "Wenn man die Meisterschaft bis zur Halbzeit anführt, möchte man auch um den Titel kämpfen. Aber das hat nicht geklappt. Wir wissen, dass wir es schaffen können und werden uns verbessern und viel mitnehmen. Ich möchte mich bei jedem Einzelnen bei Mahindra Racing bedanken. Wir haben viele gute Leute, und ich bin mir sicher, dass wir nächstes Jahr noch stärker und vor allem konstanter zurückkommen werden."

Pascal Wehrlein zweitbester Qualifyer im Rookie-Jahr

Auch für Pascal Wehrlein lief beim Finale seiner ersten Formel-E-Saison nicht alles rund. Fakt ist, dass der Deutsche mit vielen guten Qualifying-Platzierungen auf sich aufmerksam gemacht hat und damit eine gute Basis für die Rennen schuf. Dann ließ er jedoch häufig nach.

So auch beim Samstagsrennen am "Big Apple": Er wurde in der Qualifikation nur von Sebastien Buemi geschlagen und ging somit aus der ersten Startreihe ins Rennen. Insgesamt sechsmal war der 24-Jährige damit in der Super-Pole vertreten. Er verlor gleich am Start zwei Plätze gegen Daniel Abt und Alexander Sims. Doch auch er konnte mit der Pace des Autos nicht mit den Topfahrern mithalten und verlor im Verlauf des Rennens noch einige Positionen. Er beendete das Rennen mit einem siebten Platz.

Genauso wie Teamkollege d'Ambrosio war der Sonntag für Wehrlein durchwachsener als der Samstag. Er qualifizierte sich hinter seinem Teamkollegen als 17. und beendete das Rennen außerhalb der Punkte als 12.

Wehrlein sagt: "Wir sind super gut in die Saison gestartet, aber konnten sie leider nicht so gut beenden. Ich bin sehr glücklich mit einigen Rennen und Performances, insbesondere mit dem Podium in Santiago, den sechs Super-Pole-Platzierungen und ich denke, damit bin ich der zweitbeste Qualifyer in diesem Jahr. Das nächste Ziel ist eine stärkere Meisterschaftsplatzierung."

Wehrlein beendete die Saison als Meisterschaftszwölfter und ist damit hinter Oliver Rowland der zweitbeste Rookie. Teamkollege d'Ambrosio platzierte sich einen Platz vor ihm als Elfter. Mahindra Racing wurde Sechster in der Teamwertung.

Im Anschluss an das Rennwochenende wurden in New York die Formel-E-Awards übergeben. Das indische Team räumte dieses Jahr den Award für den besten Ingenieur und den besten Auftritt ab. Alberto Blanco, Strategieingenieur bei Mahindra, wurde für seine selbst geschriebene Software zur Verbesserung des Energiemanagements ausgezeichnet. Den Social-Media-Award bekam das Team für die Videoreihe "Mahindra Goes Hollywood", in der verschiedene Mitglieder des Teams, beispielsweise Fahrer d'Ambrosio, sowie andere Personen aus dem Paddock die indische Kultur erfahren sollten.

von Svenja König 

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