Pascal-Wehrlein-Mahindra-Mexiko

Pascal Wehrlein vor Hongkong E-Prix: "Genieße das Rennfahren mehr als je zuvor"

Pascal Wehrlein hat sich bereits nach wenigen Rennen in der Formel E etabliert. Für den indischen Rennstall Mahindra bestritt der Deutsche erst drei E-Prix - den Saisonauftakt in Diriyya verpasste er aus vertraglichen Gründen mit HWA und Mercedes - und gilt jetzt schon als heißer Sieganwärter.

Der 24-jährige Wehrlein lieferte als Formel-E-Rookie in Chile und Mexiko bärenstarke Leistungen ab. Platz 2 in Santiago, Platz 6 in Mexiko-Stadt, nachdem ihm als Führender erst wenige Meter vor der Ziellinie die Energie ausging. Dazu Pole-Position und schnellste Rennrunde im Autodromo Hermanos Rodriguez. Das alles gibt ihm große Hoffnung vor dem ersten asiatischen E-Prix dieser Saison in Hongkong.

"Ich gehe den Hongkong E-Prix genauso an, wie jedes andere Wochenende", erklärt Wehrlein. "Mit Platz 2 oder 3 gebe ich mich nicht zufrieden. Ich möchte so schnell wie möglich sein und das Maximum erreichen, also gehe ich die gleichen Risiken ein und strebe das beste Ergebnis an." Bedeutet: Ein Sieg muss her. Es wäre der Premierensieg des Deutschen in der Elektrorennserie.

"Ich hatte zwei gute Rennwochenenden, aber wir haben noch viel mehr Potenzial", sagt Wehrlein. Der Rookie fühlt sich pudelwohl beim indischen Rennstall um Teamchef Dilbagh Gill. Dazu gab es wertvolle Hilfestellung von Ex-Mahindra-Pilot Nick Heidfeld, der bei Mahindra mittlerweile eine Beratertätigkeit ausübt. In der Meisterschaft liegt Wehrlein auf Platz 5 - 19 Punkte hinter seinem Teamkollegen Jerome d'Ambrosio, der die Gesamtwertung anführt.

"Ich erlebe bisher eine meiner besten Saisons und die schönsten Gefühle", meint Wehrlein. "Ich befinde mich in einer wettbewerbsfähigen Position, die ich sehr schätze. Ich genieße das Rennfahren mehr als je zuvor."

Der Abschied von Mercedes und HWA scheint für Wehrlein die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Er wirkt befreit, gibt sich locker und tritt extrem selbstbewusst auf. Dazu beorderte ihn Ferrari als Simulatorfahrer für die Formel 1 - Unterstützung für Sebastian Vettel, um den WM-Titel in der "Königsklasse" nach Maranello zu holen. Wehrlein macht keinen Hehl daraus, dass die Rückkehr in die Formel 1 immer noch sein großes Ziel ist. Für Manor (2016) und Sauber (2017) war der junge Deutsche bereits auf der ganz großen Bühne gefahren.

Nichtsdestotrotz fühlt sich Wehrlein in der Formel E sehr wohl. Am Sonntagmorgen um 9 Uhr deutscher Zeit wird er den nächsten Versuch starten, seinen ersten E-Prix-Sieg einzufahren.

von Erich Hirsch 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Starting-Grid-Zurich-E-Prix

Formel E zurück in der Schweiz: Die große Rennvorschau zum Bern E-Prix 2019

Nach dem großen Erfolg des Zürich E-Prix im letzten Jahr kehrt die Formel E am kommenden Wochenende in die Schweiz zurück. Erstmals ist dabei die Bundesstadt Bern Austragungsort des Elektro-Rennens, ...
von Tobias Bluhm
Bruno Piller, Geschäftsleiter der LGT Bank Schweiz

LGT-Schweiz-Chef Piller: "Innovationsgeist Berns passt zu unserer Unterstützung der Formel E"

Anzeige | Am 22. Juni macht die Formel E in Bern Halt. Bruno Piller, Geschäftsleiter der LGT Bank Schweiz, ist in der Nachbarschaft Berns aufgewachsen und lebt heute wieder dort. ...
von Timo Pape
Lageplan-Bern-Formel-E

Programm, Anreise, Informationen: Alles, was du zur Formel E in Bern wissen musst

In wenigen Tagen ist es soweit: Mit dem Bern E-Prix 2019 startet die Formel E in ihr letztes Europa-Rennen. Nach dem historischen Rennen in Zürich 2018, dem ersten Rundstreckenrennen in ...
von Tobias Wirtz
Jean-Todt-Grid-Monaco-Formula-E

Jean Todt sauer über Termin-Überschneidungen mit WEC, Änderungen noch möglich

Am Freitag stellte die Formel E ihren provisorischen Rennkalender für die kommende Saison 2019/20 vor. Viel Freude kam dabei allgemein nicht auf. Der Schweizer E-Prix musste nach unseren Informationen sehr kurzfristig gestrichen ...
von Timo Pape