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Porsche: Ex-LMP1-Fahrer "nicht unbedingt mit Formel-E-Garantie"

Der bestätigte Einstieg von Porsche in die Formel E ab 2019 gehört zweifelsohne schon jetzt zu den größten Meldungen des Jahres. Nach drei erfolgreichen Jahren in der LMP1, der höchsten Fahrzeugklasse der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft, verlassen die Zuffenhausener nach dem Saisonfinale in Bahrain (18. November) endgültig die WEC, um sich auf die Vorbereitungen auf die Elektroserie zu konzentrieren. Während zahlreiche Porsche-Ingenieure schon jetzt einen Fuß in die Tür der Formel E stellen, kann Porsche den bisherigen LMP1-Piloten jedoch vorerst keine Jobgarantie in der elektrischen Serie geben.

Zwar werden alle sechs LMP1-Fahrer ihren Vertrag mit Porsche behalten und in anderen Programmen unterkommen. Trotzdem kann der deutsche Autobauer keine Garantie auf ein Cockpit in der Formel E bieten. "Die Idee ist, dass wir unsere gemeinsame Geschichte, die wir mit den Jungs aufgebaut haben, in anderen Programmen weiterschreiben werden", erklärt Porsches LMP1-Teamchef Andreas Seidl bei 'Autosport', betont allerdings, dass ein Wechsel aus der LMP1 in die Formel E keine automatische Gegebenheit sei.

Für die anstehende Formel-E-Saison 2017/18 sicherten sich bereits die Porsche-Werksfahrer Andre Lotterer (Techeetah) und Neel Jani (Dragon) Cockpits in der Formel E. Die Verträge mit den Elektro-Rennställen seien jedoch "private Vereinbarungen" gewesen, die "natürlich gut für Porsche" seien, dem Duo zum Porsche-Einstieg in Saison sechs allerdings keine Priorität gegenüber ihren Markenkollegen geben.

Neben bekannten Namen aus der LMP1 wie Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb, Nick Tandy, Earl Bamber oder Brendon Hartley, der im Sommer bereits einen geheimen Venturi-Test absolvierte, haben offenbar auch GT-Fahrer, beispielsweise Frederic Makowiecki, der im Oktober einer der ersten Fahrer war, die den Prototypen des neuen Formel-E-Chassis testeten, die Chance auf ein Cockpit in der Formel E. Porsches LMP1-Piloten haben im Shoot-out um die zwei neuen Cockpits jedoch Priorität.

Vorbereitungsphase schon jetzt angelaufen

Schon bei den Vorsaison-Testfahrten in Valencia Anfang Oktober deutete sich ein erster Vorbote von Porsche in der Formel E an. Damals ließen sich mehrere Ingenieure der Zuffenhausener, darunter Kyle Wilson-Clarke, der Renningeneiur des LMP1-Porsche #1 in der WEC, in der Garage von Dragon Racing in das Tagesgeschäft der Formel E einweisen.

"Wir waren in der Dragon-Garage, haben uns aber auch bei anderen Teams umgeschaut. Valencia war für uns eine tolle Möglichkeit, einen Vorgeschmack von der Formel E zu bekommen", sagt Seidl. Auf die Frage, ob Porsche schon vor dem werksseitigen Einstieg eine technische Partnerschaft mit einem bestehenden Team in Betracht ziehen könnte, antwortet der Deutsche: "Natürlich könnten wir das machen. Aber im Moment ist noch alles offen."

Fotocredit: ©ADRENALMEDIA.COM

von Tobias Bluhm 

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