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Porsche vor Formel-E-Saisonstart in Diriyya: "Treten an, um das Rennen zu gewinnen"

Wenige Tage vor dem Auftakt in die Saison 2019/20 steigt auch beim neuen Formel-E-Team von Porsche die Vorfreude. Am kommenden Freitag startet das Werksteam der Zuffenhausener in Diriyya in seine erste Formel-E-Saison. Porsche begegnet dem Auftaktwochenende selbstbewusst, aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt.

Der Diriyya E-Prix ist für das deutsche Team die erste von insgesamt zwölf Stationen im Rennkalender der Formel E. Das "Double-Header"-Wochenende bildet für Porsche die erste Gelegenheit, sich unter Rennbedingungen mit der Konkurrenz zu messen. "Ich freue mich sehr darauf. Es ist schön, dass es nun endlich losgeht", sagt Neel Jani.

Der Schweizer feiert, nachdem er 2017 in Hongkong für zwei Rennen bei Dragon startete, am Wochenende sein Formel-E-Comeback. "Wir wissen aber auch, dass damit eine Reise ins Ungewisse beginnt, was das Ganze natürlich sehr spannend macht. Wir sind bestens vorbereitet, doch den Ernstfall an der Rennstrecke kann man nicht simulieren. Wir werden hochkonzentriert in unsere erste Formel-E-Saison starten."

Jani kennt die Strecke bislang nur aus dem Simulator. Trotzdem fällt sein erster Eindruck von der Strecke positiv aus: "Auffällig sind die Auf- und Ab-Passagen und die damit verbundenen Höhenunterschiede. Der erste Teil der Strecke umfasst schnelle Kurven und eher fließende Übergänge, während der zweite Abschnitt mit langsamen und engen Kurven eher einem klassischen Formel-E-Kurs ähnelt. Außerdem gibt es kaum Bodenwellen, was für einen Formel-E-Stadtkurs eher untypisch ist. Alles in allem ist die Strecke technisch anspruchsvoll, da von jeder Kurvenart etwas dabei ist."

Lotterer: "Eine meiner Lieblingsstrecken"

Etwas mehr Erfahrung in Diriyya hat Teamkollege Andre Lotterer. "Aus meiner Sicht ist der Kurs in Diriyya eine der anspruchsvollsten Strecken im Rennkalender", stimmt der Deutsche seinem Teamkollegen zu. "Es gibt viele Kurvenkombinationen, insbesondere von Turn 1 bis Turn 14 gibt es einen ständigen Wechsel von Links- und Rechtskurven. Dieser Abschnitt ist recht schnell. Da muss man sehr präzise fahren und darf sich keinen Fehler erlauben. Hinzu kommen die unterschiedlichen Höhenprofile, was den Kurs im Vergleich zu anderen Formel-E-Strecken einzigartig macht. Es macht großen Spaß, dort zu fahren, daher gehört sie auch zu meinen Lieblingsstrecken."

Der 37-Jährige steigt in Diriyya zum ersten Mal seit den Vorsaison-Testfahrten von Valencia wieder ins Auto: "Die Testarbeit auf der Rennstrecke wurde mit dem offiziellen Formel-E-Test abgeschlossen. Im Anschluss daran ging die Simulatorarbeit weiter, darüber hinaus tausche ich mich regelmäßig mit meinem Renningenieur aus." Sein "rundum volles Programm" rundete Lotterer mit einem einwöchigen Fitness-Programm in den Bergen ab.

Vorsichtige Zielsetzung für Saisonauftakt

Das neue Porsche-Team fühlt sich vor dem Auftaktrennen gut vorbereitet. "Der Formel-E-Test in Valencia war für die kommende Saison nicht wirklich repräsentativ. Daher wissen wir nicht, wo wir stehen", erläutert Porsches Gesamtprojektleiter Werksmotorsport Pascal Zurlinden.

"Grundsätzlich reisen wir sehr gut vorbereitet zu unseren ersten beiden Rennen. Natürlich würden wir uns über Punkte freuen. Generell treten wir aber immer mit demselben Ziel an: Rennen zu gewinnen. Allerdings wissen wir auch um die Stärke unserer Konkurrenz - insgesamt treten in Saison 6 zehn Hersteller und zwölf höchst professionelle Formel-E-Teams gegeneinander an. Davor haben wir natürlich Respekt, freuen uns aber auch auf diese Herausforderung."

Die Formel-E-Saison beginnt am Freitag (!), dem 22. November, mit dem ersten von zwei Rennen in Saudi-Arabien. Rennstart ist um 13 Uhr deutscher Zeit. Der E-Prix ist im TV live bei Eurosport 1 zu verfolgen, im Live-Stream auf ZDFsport.de und im Live-Ticker bei e-Formel.de. Am 23. November findet - ebenfalls ab 13 Uhr - der zweite Saisonlauf statt.

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

von Tobias Bluhm  

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