Trackwalk-Nissan

Postkarte aus Rom: Die Paddock-Themen vom Formel-E-Freitag

Freitag ist Medien-Tag in der Formel E, und so stellten sich auch kurz vor dem Rom E-Prix die Teams und Fahrer den Fragen der Journalisten. Zudem standen die ersten Briefings an der Piste, die obligatorische Streckenbegehung und Termine mit Formel-E-Partnern auf dem Programm. e-Formel.de ist für dich live in Italien vor Ort und hat auch am Freitag die Augen und Ohren offen gehalten.

Die interessantesten Erkenntnisse von der Rennstrecke hat unser Vor-Ort-Reporter Tobias Bluhm für dich in seiner zweiten "Postkarte aus Rom" aufgearbeitet. Mit dabei: ein Einblick in Mercedes' Testarbeit für Saison 6, neue Werbebanner an der Rennstrecke und die Nissans Umgang mit der Doppelmotor-Kontroverse. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Die interessantesten Erkenntnisse vom Formel-E-Freitag

>>>  In der andauernden Diskussion um Nissans Doppelmotor-Konzept, das in naher Zukunft womöglich verboten werden könnte, hält sich das Team weiterhin verschlossen. "Wir unterstützen den Untersuchungsprozess und stehen mit Antworten zu allen Fragen bereit", erklärte Nissans Teamboss Michael Carcamo am Rande der Pressekonferenz. "Unser Antriebsstrang ist homologiert." Ob Nissan auch einen Notfallplan habe, falls das Konzept zur nächsten Saison verboten wird, kommentierte Carcamo nicht.

>>>  Stattdessen verschanzte sich Nissan in der eigenen Garage und brachte überraschenderweise beide Fahrzeuge in der Garagenhälfte von Sebastien Buemi unter. Währenddessen funktionierte das japanisch-französische Team die Hälfte von Oliver Rowland kurzerhand zu einem Meeting-Raum um, der mit einer Wand von der Öffentlichkeit abgeschirmt wurde. Ein Herantreten an das Team war somit nicht möglich.

>>>  Peter McCool stattet der Formel E an diesem Wochenende zum ersten Mal "seit Jahren" einen Besuch ab. Der Brite war zwischen 2014 und 2016 Teamchef des Aguri-Teams, für das unter anderem der heutige BMW-Pilot Antonio Felix da Costa startete. Aguris Startlizenz wurde nach der zweiten Saison aufgelöst und an ein neues Team übergeben, das bis heute in der Serie startet - Techeetah.

>>>  Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Mercedes' Formel-E-Einstieg für die kommende Saison 2018/19 auf Hochtouren. Nachdem vor zwei Wochen Stoffel Vandoorne und Edoardo Mortara in Italien die ersten Kilometer der "Silberpfeile" sammelten, wird in Kürze auch Gary Paffett den E-Renner der Stuttgarter testen. Der Brite war zuletzt für den Varano-Test verhindert, da er zeitgleich in den USA für ein IGTC-Rennen eingeschrieben war.

>>>  Auch Porsche, DS und Mahindra haben nach Informationen von 'e-Formel.de' bereits erste Roll-outs mit ihren neuen Autos abgeschlossen. NIO wird im Mai in Großbritannien die ersten Meilen seines neuen Autos sammeln, ehe das Team im Anschluss den Großteil seiner Testarbeit im spanischen Calafat abhalten wird.

>>>  Weiterhin arbeitet die Formel E an einem Rennen in Ozeanien - mehrere Städte sind interessiert. Abermals geistert der Name Auckland (Neuseeland) durch das Fahrerlager. Kürzlich äußerte sich jedoch auch Adelaides Stadtrat Phil Martin positiv zur Formel E, die "perfekt in den Event-Plan von der Stadt" passe. Zwischen 1985 und 1995 fuhr die Formel 1 in der australischen Stadt, in der bis heute das "Clipsal 500"-Rennen der V8-Supercars-Serie stattfindet.

>>>  Wenngleich Schaeffler in der DTM kürzlich überraschend sein Sponsoring von Audi zu BMW verlegt hat, ist die Formel E nicht vom Tausch betroffen. Das bayrische Unternehmen unterstützt weiterhin das Audi-Werksteam um Lucas di Grassi und Daniel Abt als Technologie-Partner.

>>>  Nachdem es bereits an den vergangenen Tagen teils heftige Schauer in Rom gab, ging bei einigen Teams bereits am Freitag die Angst vor weiteren Regenfällen am Rennsamstag um. Zum Start um 16 Uhr errechnen mehrere Wetterdienste derzeit eine Regenwahrscheinlichkeit von 50 bis 85 Prozent. Gut möglich, dass die Formel E morgen ihr erstes Regenrennen erlebt... Na ja, warten wir's mal ab.

>>>  Gemeinsam mit dem neuen Formel-E-Partner CSM Live setzt die Elektroserie in Rom erstmals auf plastikfreie Werbebanner an den Streckenbegrenzungen. Die neuen Schriftzüge wurden aus Polypropylen gefertigt. Damit verhindert die Formel E 35 Kilometer an PVC-Abfällen, die bislang nach jedem Rennen entsorgt werden mussten. Daumen hoch!

Foto: NISMO

von Tobias Bluhm 

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