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Prost gewinnt in Miami, Abt wird Dritter

Nicolas Prost hat den ePrix von Miami gewonnen und sich somit seinen ersten Formel-E-Sieg gesichert. In einer spannenden Schlussphase verteidigte der e.dams-Fahrer seine Führung gegen den überraschend starken Debütanten Scott Speed (Andretti), der letztlich Zweiter wurde. Daniel Abt, der bis kurz vor Schluss führte, darf als Drittplatzierter ebenfalls aufs Podium.

Über weite Strecken konnte der fünfte Saisonlauf der Formel E spannungstechnisch nicht mit den bisherigen Rennen mithalten. Bis zu den Boxenstopps passierte kaum etwas, die Piloten riskierten nur wenig. Davon ab gab es am gesamten Samstag keinen schwereren Unfall und somit auch erstmals keine Safety-Car-Phase.

Durch die Fahrzeugwechsel kam dann Bewegung ins Klassement. Abt übernahm die Führung vor Teamkollege Lucas di Grassi, während Sam Bird (Virgin), der zuvor geführt hatte, zurückfiel. Nick Heidfeld hatte aufgrund einer Strafe von ganz hinten starten müssen und versuchte es im Rennen mit einer sparsameren Strategie, wodurch er beim Stopp drei Plätze gewann. Am Ende reichte es jedoch nur zu Rang zwölf – wieder keine Punkte für den Venturi-Piloten.

Den vierten Platz holte sich Jerome d’Ambrosio (Dragon), Fünter wurder Nelson Piquet jun. (China). Letzterer sicherte sich zudem die schnellste Rennrunde, die in der Formel E zwei zusätzliche Meisterschaftspunkte wert ist. Die beeindruckendste Aufholjagd zeigte indes Antonio Felix da Costa. Der Aguri-Fahrer fuhr weitgehend unbemerkt von Startplatz 16 bis auf Position sechs vor und konnte somit weitere Punkte hamstern.

Enttäuschend lief es dagegen für die eigentlichen Meisterschaftsfavoriten: Lucas di Grassi (Abt) ließ am Ende mächtig abreißen und fiel auf Platz neun zurück, wodurch er seine Gesamtführung verlor. Die hat nun Sieger Prost inne (67 Punkte – sieben vor di Grassi). Sebastien Buemi wurde in Florida nur 13., Sam Bird schließlich Achter. In der Teamwertung konnte e.dams-Renault seine Führung weiter ausbauen, das deutsche Team Abt ist nun wieder Zweiter.

Wenig Glück hatte auch Pole-Setter Jean-Eric Vergne. Bis zur Mitte des Rennens konnte der Franzose seine Führung noch verteidigen, dann verlor er zunehmend an Boden. Schließlich fiel er sogar – wie schon in Punta del Este – aus. Ebenfalls nicht ins Ziel kamen Stephane Sarrazin (Venturi) und Bruno Senna (Mahindra), die technische Probleme zu beklagen hatten.

von Timo Pape  

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