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Punkte für BMW-Fahrer Tom Blomqvist bei seinem Formel-E-Debüt mit Andretti

Tom Blomqvist  hat bei seinem Debütrennen in Marokko seine ersten Punkte in der Formel E gesammelt. Der Brite belegte beim Marrakesch E-Prix den achten Rang. Sein Andretti-Teamkollege Antonio Felix da Costa dagegen erlebte einen schwierigen Tag mit diversen Strafen. Nach einem Unfall im Qualifying zeigte er eine starke Aufholjagd, die jedoch nicht belohnt wurde. Felix da Costa erreichte das Ziel auf Position 14.

Die Veranstaltung auf dem Circuit Automobile International Moulay El Hassan markierte den dritten Lauf der Formel-E-Saison 2017/18. Während das Qualifying bei Nebel und kühlen Temperaturen ausgetragen wurde, war es während des Rennens sonnig und wärmer bei 16 Grad Celsius.

Blomqvist startete in Gruppe 1 in sein erstes Formel-E-Qualifying. Zwar touchierte er leicht die Mauer, doch er konnte seine schnelle Runde fortsetzen und qualifizierte sich mit einer Zeit von 1:20.870 Minuten für den zwölften Startplatz. Felix da Costa hatte dagegen Pech: Er war auf dem Weg zu einer guten Rundenzeit, als beim Anbremsen von Kurve 7 seine Bremsen blockierten und er in den Reifenstapel krachte. In der Folge stand für den Portugiesen nur der 19. und vorletzte Startplatz zu Buche.

Formel-E-Debütant Blomqvist machte gleich in der Anfangsphase des Rennens zwei Plätze gut und hatte sich nach zwei Runden in die Top 10 verbessert. Gleichzeitig startete Felix da Costa vom Ende des Feldes eine Aufholjagd, die ihn Position um Position nach vorne brachte. In Runde 14 kam es zum Duell der Teamkollegen, und Felix da Costa ging an Blomqvist vorbei. Nach 17 Umläufen steuerte der Portugiese auf Rang zehn liegend die Box an. Doch erneut hatte er Pech, denn gerade, als er das Fahrzeug wechselte, sprach die Rennleitung eine Full-Course-Yellow-Phase aus. Dadurch verlor Felix da Costa Zeit und fand sich nach seinem Boxenstopp auf Rang 14 wieder.

Blomqvist steuerte die Garage einen Umlauf später an und reihte sich als Zehnter wieder ins Feld ein. Er machte noch eine Position gut und überquerte die Ziellinie als Neunter. Da ein vor ihm platzierter Fahrer (Nico Prost) nachträglich bestraft wurde, rückte Blomqvist im Endklassement noch auf Rang acht vor. Felix da Costa gelang es nicht mehr, sich wieder nach vorn zu arbeiten - er blieb auf der 14. Position. Der Sieg ging an Felix Rosenqvist.

Blomqvist ist mit seinem Debüt zufrieden: "Das Rennen war sehr aufschlussreich für mich. Ich hatte auch etwas Glück, dass es am Ende der achte Platz wurde. Mir war wichtig, mit jeder Runde Erfahrung zu sammeln, denn ich wusste wirklich nicht, was mich erwartet. Ich hatte zwar getestet und im Simulator gearbeitet, aber im Rennumfeld ist alles ganz anders. Ich habe definitiv noch Arbeit vor mir und muss lernen, wie ich das Rennen besser einteilen kann."

"Es ist so anders als alles, was ich zuvor gemacht habe, und jedes Mal, wenn ich ins Auto steige, werde ich mich verbessern und dazulernen", führt Blomqvist fort. "Ich werde an meinem Energie-Management arbeiten, und auch an der Kommunikation mit den Ingenieuren. Es gibt hier in der Formel E so viele Dinge, in denen man perfekt sein muss. Ich habe noch einen gewissen Weg vor mir, aber mit Platz acht in meinem ersten Rennen können wir sehr zufrieden sein."

"Charakterbildendes" Wochenende auf für Felix da Costa

Teamkollege Felix da Costa blickt hingegen auf ein schwieriges Wochenende zurück: "Das war einer dieser Tage, die man charakterbildend nennt. Aber wir müssen nach vorne schauen, und ich habe großes Vertrauen in mein Team. Meine Mechaniker haben nach dem Unfall im Qualifying einen großartigen Job gemacht und das Auto repariert. Ich möchte mich dafür entschuldigen, es war mein Fehler."

"Der erste Stint des Rennens lief wirklich gut, wir waren schnell und haben einige Plätze gutgemacht", erklärt der Portugiese. "Unglücklicherweise begann genau in dem Moment, als wir das Fahrzeug gewechselt haben, die Full-Course-Yellow-Phase. Wir sind noch bei Grün in die Boxengasse gefahren, und die Autos nach mir haben unter FCY gestoppt. Dadurch haben wir viel Zeit verloren. Damit war das Rennen eigentlich gelaufen. Im zweiten Stint war ich die ganze Zeit über allein unterwegs und konnte nicht mehr viel ausrichten. Heute lief es überhaupt nicht für uns, aber wir bleiben optimistisch, und ich weiß, dass wir das Potenzial haben, in jedem Rennen in die Punkte zu fahren. Das müssen wir uns zum Ziel setzen."

Das nächste Formel-E-Rennen startet am 3. Februar in Santiago de Chile.

von Timo Pape  

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