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Race at Home Challenge: Max Günther gewinnt virtuelles Monaco-Testrennen

Maximilian Günther hat den ersten Testlauf der "Race at Home Challenge" der Formel E gewonnen. In einem rund 15-minütigen Rennen auf der virtuellen Rennstrecke in Monaco setzte sich der BMW-Pilot in der Simulationssoftware rFactor 2 gegen seinen stärksten Konkurrenten Stoffel Vandoorne (Mercedes) durch. Der britische Simracer Graham Carroll siegte im "Challenger"-Rennen.

Die Race at Home Challenge ist die erste virtuelle E-Sports-Serie der Formel E, die noch an den kommenden acht Samstagen ausgetragen wird. Der erste Lauf auf der virtuellen Rennstrecke in Monaco diente den Fahrern noch als Testevent und wird nicht in die Meisterschaftsstände einfließen. Mit der Serie will die Formel E vor allem auf die neue Partnerschaft mit UNICEF aufmerksam machen und Gelder sammeln, die im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingesetzt werden - insbesondere für die Gesundheit und Bildung von Kindern.

In zwei getrennten Rennen starteten zunächst die erfahrenen Simracing-Piloten, dann die professionellen Formel-E-Fahrer. Bereits im Qualifying zum Profi-Rennen zeigte Günther eine überragende Leistung und sicherte sich mit vier Zehntelsekunden Vorsprung den ersten Startplatz. Die Top 5 im Qualifying komplettierten Vandoorne (Mercedes), Andre Lotterer (Porsche), Jean-Eric Vergne (Techeetah) und Nick Cassidy (Virgin).

Ereignisreicher Rennstart, Günther & Vandoorne in eigener Liga

Der virtuelle Monaco E-Prix wurde im "Battle Royale"-Modus ausgetragen, bei dem im Anschluss an die Startphase ab Runde 3 zunächst pro Umrundung der jeweils letzte Fahrer vom Rennen ausgeschlossen wurde. Somit blieben zuletzt nur noch die zehn schnellsten Piloten übrig, für die es in der letzten Runde um den Sieg ging. Inmitten von einigen harten Positionskämpfen um den Einzug in die Top 10 wurde das Fahrerfeld somit nahezu minütlich kleiner.

Günther verteidigte in der ersten Runde seine Führung gegen Stoffel Vandoorne. Besonders hektisch ging es im Mittelfeld zu: Mehrere Kollisionen in den ersten drei Kurven sorgten für diverse Platzwechsel, wodurch Nyck de Vries (Mercedes) auf den letzten Platz durchgereicht wurde. Der Niederländer war somit der erste Fahrer, der aus dem Rennen gestrichen wurde. Ihm folgten Alexander Sims (BMW), Antonio Felix da Costa (Techeetah) und Felipe Massa (Venturi).

Vergne verliert Plätze, Abt letztes Battle-Royale-Opfer

In der ersten Hälfte des Rennens zeichnete sich ein heißer Kampf um den dritten Podiumsplatz ab. Während Günther und Vandoorne, die sich in den vergangenen Wochen mit mehreren privaten Simracing-Events ausgiebig auf das "Race at Home" vorbereiten konnten, dem Feld enteilten, duellierte sich Lotterer mit seinem ehemaligen Techeetah-Teamkollegen Vergne. Bei einem robusten Manöver des Deutschen in der Hafen-Haarnadel verlor Vergne den dritten Platz. Zudem rutschte Nick Cassidy durch. Durch weitere Fahrfehler fiel Vergne im weiteren Rennverlauf bis auf Rang 8 zurück.

Ein klarer Fokus lag während des virtuellen Monaco E-Prix auf den Fahrern im Mittelfeld, die um den Einzug in die Top 10 kämpften. Bei Duellen um den stets wechselnden "letzten Platz" kam es zu zahlreichen Kontakten mit der virtuellen Mauer oder den Konkurrenten. Bis zuletzt hielt sich auch Daniel Abt (Audi) im Duell um den finalen "Punkterang" (wenngleich für das Testrennen keine Zähler vergeben wurden), jedoch schied der Deutsche eine Runde vor Rennende auf Platz 11 liegend aus.

Nach 15 Runden im Fürstentum siegte Maximilian Günther vor Stoffel Vandoorne. Das Duo hatte beim Zieleinlauf mehr als acht Sekunden Vorsprung vor dem Drittplatzierten Andre Lotterer, der bei seinem Formel-E-Simracing-Debüt einen respektablen Podiumsplatz verzeichnen konnte. Die Top 5 komplettierten Virgin-Rookie-Tester Nick Cassidy und der Schweizer Nico Müller (Dragon) - vielversprechende Aussichten für das erste offizielle Rennen, das am kommenden Samstag stattfindet.

Das Ergebnis des Vorsaison-Rennens der Race at Home Challenge

Platz

Fahrer

Team

Abstand

Schnellste Runde

1

Max Günther

BMW

15 Runden

51.887

2

Stoffel Vandoorne

Mercedes

+ 0.8s

51.881

3

Andre Lotterer

Porsche

+ 8.2s

52.289

4

Nick Cassidy

Virgin

+ 7.9s

52.052

5

Nico Müller

Dragon

+ 8.8s

52.441

6

Oliver Rowland

Nissan

+ 11.2s

52.320

7

Mitch Evans

Jaguar

+ 10.6s

52.574

8

Jean-Eric Vergne

Techeetah

+ 13.4s

52.733

9

Jann Mardenborough

Nissan

+ 13.6s

52.664

10

Oliver Turvey

Nio

+ 10.9s

53.039

11

Daniel Abt

Audi

+ 1 Rnd.

-

12

James Calado

Jaguar

+ 2 Rnd.

-

13

Ma Qing Hua

Nio

+ 3 Rnd.

-

14

Robin Frijns

Virgin

+ 4 Rnd.

-

15

Neel Jani

Porsche

+ 5 Rnd.

-

16

Brendon Hartley

Dragon

+ 6 Rnd.

-

17

Lucas di Grassi

Audi

+ 7 Rnd.

-

18

Sam Dejonghe

Mahindra

+ 8 Rnd.

-

19

Felipe Massa

Venturi

+ 9 Rnd.

-

20

Antonio Felix da Costa

Techeetah

+ 10 Rnd.

-

21

Alexander Sims

BMW

+ 11 Rnd.

-

22

Nyck de Vries

Mercedes

+ 12 Rnd.

-

23

Jerome d'Ambrosio

Mahindra

DNS

-

24

Edo Mortara

Venturi

DNS

-

Graham Carroll feiert Start-Ziel-Sieg im Challenger-Rennen

Vor dem Rennen der "Challenger", darunter mehrere Simracing-Piloten und auch professionelle Rennfahrer, sicherte sich Graham Carroll (Virgin) die Pole-Position. Dem Briten, der bereits 2017 im Rahmen des Vegas eRace für Virgin antrat, reichte eine Rundenzeit von 51.939 Sekunden für den ersten Startplatz. Direkt dahinter qualifizierten sich der Deutsche Marc Gassner (Nissan) und Kevin Siggy (BMW). Das beste Qualifying eines Formel-E-erfahrenen Piloten absolvierte Mercedes-Ersatzmann Daniel Juncadella (Platz 9).

Ähnlich wie im Formel-E-Hauptrennen verteidigte Pole-Sitter Carroll seine Führung in der ersten Kurve. Gassner musste sich hingegen bereits früh gegen Kevin Siggy behaupten, der den Sieger der 2014er-Ausgabe der deutschen Nissan GT Academy unter Druck setzte. Erst drei Runden vor Rennende ging der gebürtige Slowene an Gassner vorbei und sicherte sich den zweiten Rang. Gassner beendete das Rennen als Dritter.

Platz

Fahrer

Team

Abstand

Schnellste Runde

1

Graham Carroll

Virgin

15 Runden

51.903

2

Kevin Siggy

BMW

+ 2.7s

51.977

3

Marc Gassner

Nissan

+ 3.8s

51.981

4

Petar Brljak

Nio

+ 4.4s

51.988

5

Olli Pahkala

Mahindra

+ 4.2s

51.625

6

Jarl Teien

BMW

+ 10.4s

51.160

7

Dani Juncadella

Mercedes

+ 11.0s

52.181

8

Brandon Williams

Dragon

+ 11.9s

52.454

9

James Rossiter

Techeetah

+ 12.5s

52.729

10

Jack Ashton

Jaguar

+ 22.6s

52.326

11

Hany Alsabti

Mahindra

+ 1 Rnd.

-

12

Moritz Löhner

Porsche

+ 2 Rnd.

-

13

Joel Eriksson

Dragon

+ 3 Rnd.

-

14

Jimmy Broadbent

Virgin

+ 4 Rnd.

-

15

Steve Brown

Audi

+ 5 Rnd.

-

16

Archie Hamilton

Mercedes

+ 6 Rnd.

-

17

Liu Zexuan

Nio

+ 7 Rnd.

-

18

Erhan Jajovski

Venturi

+ 8 Rnd.

-

19

Ricardo Sanchez

Nissan

+ 9 Rnd.

-

20

Charlie Martin

DS Techeetah

+ 10 Rnd.

-

21

Mike Chanell

Porsche

+ 11 Rnd.

-

22

Kai Baichini

Jaguar

+ 12 Rnd.

-

Das erste gewertete Event der Race at Home Challenge startet am kommenden Samstag um 16:30 Uhr deutscher Zeit auf der virtuellen Rennstrecke in Hongkong. Auch dann berichten wir auf e-Formel.de selbstverständlich mit Vorschau-Artikeln, Berichten, Ergebnis- und Wertungstabellen sowie Live-Streams über den virtuellen E-Prix. Eine Aufzeichnung des Test-Events von Monaco findest du bis dahin unter diesem Artikel.

VIDEO: Der virtuelle Monaco E-Prix in der Wiederholung

von Tobias Bluhm  

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