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28.11 - 09.47 Uhr
Race-at-home-challenge-New-York-Stoffel-Vandoorne

Race at Home Challenge: Vandoorne gewinnt virtuelles Formel-E-Rennen in New York

Stoffel Vandoorne hat den sechsten Lauf der "Race at Home Challenge" der Formel E für sich entschieden. In einem ereignisreichen Rennen auf der neuen virtuellen Strecke von New York City gewann er vor Mahindra-Fahrer Pascal Wehrlein und Berlin-Sieger Oliver Rowland sein erstes RaHC-Rennen und übernahm die Gesamtführung. Im "Challenger"-Rennen feierte Kevin Siggy einen Start-Ziel-Sieg.

Schon im Qualifying hatte Vandoorne sein Talent im Rennsimulator demonstriert: Mit einer Rundenzeit von 1:11.158 Minuten sicherte sich der Belgier zum vierten Mal in sechs Rennen die Pole-Position. Zweiter wurde Pascal Wehrlein. Da der Mahindra-Fahrer allerdings für das Verursachen einer Kollision im Berlin-Rennen mit einer Rückversetzung um fünf Positionen bestraft wurde, nahm er den New York City E-Prix nur von Platz 7 auf. Maximilian Günther (BMW) rückte somit in die erste Startreihe vor.

Günther fällt Startchaos zum Opfer, Vergne mit heftigem Unfall

Auf dem Weg in die erste Kurve verteidigte Vandoorne dank eines souveränen Starts seinen ersten Platz. Wie zuletzt in Berlin brach hinter ihm jedoch das befürchtete Chaos aus: Neel Jani (Porsche) bremste später als Maximilian Günther, touchierte den BMW-Renner am Heck und drehte ihn. Auch Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) touchierte den Wagen und räumte Günther buchstäblich "aus dem Weg". Günther fiel auf den 21. Platz zurück, kämpfte sich bis zum Zieleinlauf bis auf Rang 12 vor. Wieder keine Punkte für den einstigen Titelfavoriten.

In Runde 3 kam es zur nächsten Massenkarambolage: Nach einem Fahrfehler landete der amtierende Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne in der Mauer der letzten Schikane, wodurch mehrere Fahrer in den virtuellen Techeetah-Renner rauschten. Wenig später wurde Vergne im "Battle Royale"-Format eliminiert. Ihm vorausgegangen waren Sam Bird, Lucas di Grassi, Nico Müller, Edoardo Mortara und Jerome d'Ambrosio. Di Grassi startete in New York als einziger Audi-Pilot, nachdem die Ingolstädter Daniel Abt in der vergangenen Woche für einen Betrugsversuch in der RaHC suspendiert hatten.

"Habe die erste Kurve überlebt, das waren 99% der Arbeit"

In den folgenden Runden enteilte Vandoorne seinen Rivalen und fuhr nach gut 20 Minuten unangefochten seinen ersten RaHC-Sieg ein - der erste auch für das virtuelle Topteam Mercedes. Hinter ihm kämpften Neel Jani, Rowland und Wehrlein lange um den zweiten Platz. In Runde 11 leistete sich der Porsche-Pilot schließlich einen kleinen Fahrfehler, durch den Rowland und Wehrlein durchschlüpfen konnten. In der letzten Runde verlor Jani zudem eine Position an Felix da Costa und ging auf Platz 5 ins Ziel. Wehrlein wurde hinter Vandoorne Zweiter, Rowland komplettierte das Podium.

"Das hat sich schon lange angebahnt", freute sich Vandoorne nach dem New-York-Lauf im Interview. Mit seinem ersten RaHC-Sieg übernahm der Mercedes-Starter zudem die Meisterschaftsführung von Pascal Wehrlein, der nun zwei Punkte zurückliegt. "Das war ein gutes Rennen, in dem es vor allem darum ging, sauber zu fahren. Ich habe die erste Kurve ohne Probleme überlebt. Das waren schon 99 Prozent der Arbeit, die ich heute hinter mich bringen musste."

Das Rennergebnis von New York City (Formel-E-Fahrer)

Platz Fahrer Team
1 Stoffel Vandoorne Mercedes
2 Pascal Wehrlein Mahindra
3 Oliver Rowland Nissan
4 Antonio Felix da Costa DS
5 Neel Jani Porsche
6 Mitch Evans Jaguar
7 James Calado Jaguar
8 Sebastien Buemi Nissan
9 Oliver Turvey Nio
10 Andre Lotterer Porsche
11 Ma Qing Hua Nio
12 Maximilian Günther BMW
13 Robin Frijns Virgin
14 Alex Sims BMW
15 Nyck de Vries Mercedes
16 Brendon Hartley Dragon
17 Felipe Massa Venturi
18 Jean-Eric Vergne DS
19 Jerome d'Ambrosio Mahindra
20 Edoardo Mortara Venturi
21 Nico Müller Dragon
22 Lucas di Grassi Audi
23 Sam Bird Virgin

Siggy feiert erneuten Start-Ziel-Sieg, herber Rückschlag für Müller

Wie schon beim virtuellen E-Prix in Berlin holte sich BMW-Pilot Kevin Siggy die Pole-Position zum "Challenger"-Rennen. Der Slowene schlug Lucas Müller mit einem Vorsprung von rund einer Zehntelsekunde und verwies den Mahindra-Mann auf Startplatz 2. Petar Brljak, Jan von der Heyde und Nuno Pinto komplettierten die Top 5 im Grid.

Am Start verteidigte Siggy seine Führung gegen Müller. Schon in der ersten Kurve kam es jedoch auch bei den Simracing-Profis zum befürchteten Unfall: Jacob Reid (Venturi) stach vollkommen übermütig innen hinein und räumte einige seiner Rivalen ab. Auch der Deutsche Müller wurde in die Kollision verwickelt. Ähnlich wie Günther drehte er sich und fiel auf den 16. Rang zurück. Größter Profiteur der Startkollision war Cem Bolukbasi: Er rückte von Platz 10 auf den dritten Rang vor. Jan von der Heyde übernahm Position 2.

Im weiteren Rennverlauf setzte Joshua Rogers (Porsche) Bolukbasi unter hohen Druck. Erst in Runde 11 fand der Australier jedoch einen Weg vorbei am türkischen BMW-Piloten. Müller kämpfte sich währenddessen zurück durch das Feld und ging letztlich als Elfter ins Ziel. An der Spitze blieb Siggy souverän: Mit mehr als zwölf Sekunden Vorsprung siegte er vor von der Heyde und Rogers. Bolukbasi und Peyo Peev komplettierten die Top 5. Dahinter schafften Kush Maini, Nuno Pinto, Arjan Veltens, Alisdair Irvine und Petar Brljak die direkte Qualifikation für den nächsten Lauf der Race at Home Challenge am kommenden Wochenende. Dank seines Siegs führt Siggy in der Fahrerwertung nun mit 53 Punkten vor Peyo Peev.

Das Rennergebnis von New York City (Challenger)

Platz Fahrer Team
1 Kevin Siggy BMW
2 Jan von der Heyde Nissan
3 Joshua Rogers Porsche
4 Cem Bolukbasi BMW
5 Peyo Peev Dragon
6 Kush Maini DS
7 Nuno Pinto DS
8 Arjan Veltens Porsche
9 Alisdair Irvine Audi
10 Petar Brljak Jaguar
11 Lucas Müller Mahindra
12 Niek Jacobs NIssan
13 Markus Keller Mahindra
14
Ozgur Benzes
Virgin
15 Scott Sovik Venturi
16 Ben Hitz Virgin
17 Axel La Flamme Mercedes
18 Yifei Ye Nio
19 Armando Iannaccone Dragon
20 Jacob Reid Venturi
21 Charlie Martin Nio
22 Noah Reuvers Mercedes
23 Mike Channell Jaguar
24 Verena Mei Audi

Das finale Wochenende der Race at Home Challenge startet am kommenden Samstag. Dann entscheidet sich, welche Piloten in das "Grand Final" einziehen, das einen Tag später am Sonntag (7. Juni) stattfindet. Auch dann berichten wir auf e-Formel.de selbstverständlich mit Vorschau-Artikeln, Berichten, Ergebnis- und Wertungstabellen sowie Live-Streams über den virtuellen E-Prix. Eine Aufzeichnung des Events in New York findest du unter diesem Artikel.

>>> zur Gesamtwertung der Race at Home Challenge

VIDEO: Der virtuelle New York E-Prix in der Wiederholung

von Tobias Bluhm  

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Kommentar von EffEll |

Hartes Los für Günther. Nun hat er wiederholt unverschuldet das Rennen und viele Punkte verloren. Meiner Einschätzung nach hat Vandoorne nun mindestens eine Hand am virtuellen Pokal, dank seiner Qualifikationsstärke und der abgelegten Fehleranfälligkeit. Schade drum. Ohne diese Einmischung durch Dritte hätte es einen Dreikampf bis zum letzten Rennen gegeben. Echt beeindruckend, wie Wehrlein, Günther und Vandoorne Wochenende für Wochenende den Rest des Feldes im Quali düpieren.

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