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Renault-Pilot Nico Prost: "Als wären alle anderen schneller geworden"

Die erste Hälfte der Formel-E-Saison 2017/18 lief für Nico Prost alles andere als nach Plan. Nach sechs Saisonstationen steht der Renault-e.dams-Fahrer weiterhin abgeschlagen auf Position 16 in der Fahrerwertung - ganze 45 Punkte hinter seinem Teamkollegen Sebastien Buemi. Zuletzt in Punta del Este kam Prost nicht über einen 15. Platz hinaus. Dabei läuft dem 36-Jährigen die Zeit davon: Spätestens in Rom muss er den Anschluss an die Spitze finden, denn seine Zukunft in der Elektroserie steht auf dem Spiel.

Schließlich übernimmt im Herbst dieses Jahres der japanische Hersteller Nissan die Federführung im e.dams-Team von Renault. Böse Zungen behaupten bereits jetzt, dass Prost nur wegen seinem einflussreichen Vaters Alain, der bei e.dams von Beginn an als Teammanager agierte und bei Renault Sport auch in der Formel 1 eine wichtige Position besetzt, noch im Team fahren darf.

Doch selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, wird Nissan zweifelsohne auch Fahrer aus dem eigenen Kader in die Formel E führen wollen - gültiger Vertrag hin oder her, denn den hat Prost eigentlich auch noch für die fünfte Saison. In Marrakesch testete bereits Mitsunori Takaboshi aus der Japanischen Formel 4 für e.dams beim Rookie-Test. Ein Zeichen dafür, dass Prost ein Wackelkandidat ist?

"Es war in den letzten Rennen nicht immer einfach", weiß Prost auch selbst. Im Interview mit 'Just Electric' erklärt er: "Wir haben es in Uruguay mit einer aggressiven Strategie versucht und unseren ersten Stint um zwei Runden gestreckt. Die Pace war zwar gut, aber die Batterie überhitzte."

Der dreimalige Rennsieger ist planlos: "Wir müssen uns neu zusammenfinden und verstehen, was momentan falsch läuft. Es ist so, als wären alle anderen schneller geworden, und ich auf dem gleichen Level wie vor zwei Jahren. Statt in den Top 5 zu fahren, kämpfe ich jetzt nur noch auf den Plätzen 10 bis 15."

Doch Prost will die Hoffnung noch nicht aufgeben. In gut zweieinhalb Wochen feiert die Formel E mit dem ersten italienischen E-Prix in Rom den Auftakt in den Europa-Abschnitt des Rennkalenders. Damit kommt abermals ein wenig Dynamik in den Terminplan der Formel E, was dem Franzosen durchaus helfen könnte. Mit Nissan im Nacken und seinem ewig starken Teamkollegen Buemi wird es nichtsdestotrotz Zeit für die ersten guten Ergebnisse von Nico Prost.

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von Simon |

Es sind sehr viele schnelle neue Fahrer hinzugekommen das stimmt. Ein Rosenqvist oder Evans ist meiner Meinung nach einfach viel schneller als Prost es je gewesen ist. Man muss aber auch sehen, dass der Renault teilweise sehr überlegen war. Dafür ist Prost bis auf Saison 2 nicht wirklich vorne mitgefahren. Meiner Meinung nach ist der schwächere Renault der Grund, warum es so aussieht als seien die anderen schneller geworden. Man sieht jetzt seine wahre Pace und die ist halt einfach nicht so schnell. Aber natürlich sind auch einige Fahrer wie Abt oder Turvey wirklich schneller geworden und auch ein Lynn hat sich nochmal gesteigert.

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