Extreme-E-Agag-Senegal

Rennkalender ohne Insel-Rennen vervollständigt: Extreme E fährt im Senegal

Die elektrische Offroad-Serie Extreme E hat am Donnerstagmorgen ihren fünften und damit letzten Austragungsort bekanntgegeben. Das Rennwochenende wird am Lac Rose - auch Retba-See genannt - im Senegal an der Westküste Afrikas ausgetragen. Das Rennen sollte ursprünglich auf einer Insel im Indischen Ozean stattfinden.

Die Vervollständigung des ersten Rennkalenders gaben Alejandro Agag, Gründer und CEO der Elektroserie, und Abdou Thiam, der Präsident des senegalischen Motorsportverbands, im Rahmen einer Strand-Säuberungsaktion an der Küste Senegals bekannt. "Ich freue mich sehr, den Senegal als Austragungsort für unser Ozean-Rennen bestätigen zu können", sagt Agag. "Die Region besticht durch eine außergewöhnliche Naturschönheit. Leider ist sie, wie zahlreiche Küstenregionen, durch viele Klimaprobleme gefährdet. Diese Küste büßt derzeit jährlich drei bis vier Meter ein, wofür vor allem die schmelzende Eiskappe Grönlands verantwortlich ist, obwohl diese über 6.500 Kilometer weit entfernt ist."

"Wir hoffen, dass Extreme E sowohl Sportbegeisterte als auch die Menschen und Regierungen an unseren Austragungsorten und darüber hinaus inspirieren wird, sich höhere Klimaziele zu setzen", so Agag weiter, "damit wir die globale Erwärmung gemeinsam auf 1,5 Grad begrenzen können. Dieses Rennen können – und müssen – wir gewinnen, um zu verhindern, dass sich die Gefahren infolge von extremen Temperaturen, Gletscherschmelzen, steigendem Meeresspiegel, Dürren, Überschwemmungen und so weiter für hunderte Millionen von Menschen, einschließlich derer, die hier im Senegal leben, verschlimmern."

Abdou Thiam, Präsident des senegalesischen Motorsportverbandes, sagt: "Wir freuen uns sehr, die Serie Extreme E, die sicherlich die Zukunft des Motorsports darstellt, begrüßen zu dürfen. Der Sport trägt eine große Verantwortung, den Menschen das Thema Klimawandel näherzubringen, und wir sind stolz darauf, Teil dieses Abenteuers zu sein."

Extreme E trägt seine Rennen an abgelegenen Orten aus, die besonders von den Auswirkungen des Klimawandels bzw. von der Verschmutzung der Umwelt durch den Menschen betroffen sind. Im Senegal betrifft das den steigenden Meeresspiegel, die Verschlechterung des Meeres-Öko-Systems, Wüstenbildung, Überfischung und eine unzureichende Abfallwirtschaft.

Die Rennen werden auf einer Fläche von zehn Quadratkilometern zwischen dem Lac Rose und dem Atlantischen Ozean ausgetragen. Die Strecke wird dennoch verschiedene Offroad-Profile wie Höhenunterschiede, Sprünge, Sandbänke, Salzbetten, Kies, Felsen und Wellen abdecken.

Extreme E fährt in seiner ersten Saison außerdem in Grönland, Nepal, Brasilien und Saudi-Arabien. Für das Ozean-Rennen der Serie war ursprünglich eine Insel im indischen Ozean vorgesehen, da die Verschmutzung der Meere und das Ansteigen des Meeresspiegels hier besonders sichtbar wird. Warum sich die Serie letztlich umentschied, ist nicht bekannt. Die genauen Daten der dreitägigen Rennwochenenden sollen am Dienstag, dem 17. Dezember, bekanntgegeben werden. e-Formel.de hält dich selbstverständlich auf dem Laufenden.

Foto: Extreme E

von Svenja König  

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