Denis-Sverdlov-Kinetik-Roborace-Formula-E

Roborace-Chef Sverdlov will Fans über Fahrzeug-Design entscheiden lassen

Mit Roborace kommt die Formel E in den Genuss eines weiteren ambitionierten Partners. Die Serie will mit autonomen Fahrzeugen, also mit fahrerlosen Maschinen, Rennen im Rahmen der Formel-E-Meisterschaft austragen. Dank der Vorleistung von Kinetik, der Firma hinter Roborace, werden bereits ab der dritten Saison fahrerlose Renner auf den Pisten unterwegs sein. Die Fans könnten dabei, so Roborace-Gründer Denis Sverdlov, über das Design der Fahrzeuge mitentscheiden.

"Ich sehe eine Möglichkeit, dass die Fans über das Aussehen der Autos entscheiden können", so der Russe gegenüber 'Motorsport.com'. "Die Fans wissen schließlich am besten, wie Rennautos auszusehen haben. Es kann also sowohl auf einen Einsitzer als auch auf einen Tourenwagen hinauslaufen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es zwar wichtigere Themen für die Serie, aber wir haben einige Möglichkeiten: Die Autos werden sich definitiv sehen lassen können!"

Da letztlich allein die Software über Sieg und Niederlage entscheiden wird, ist das Aussehen der autonomen Fahrzeuge eigentlich zweitrangig. Die Regeln sollten sich zudem deutlich dynamischer auslegen lassen: Ein Umschreiben der Software kann bei den einheitlichen Chassis die Performance womöglich mehr beeinflussen als eine Änderung an den Flügeln. "Ich bin überzeugt", macht Sverdlov Mut, "dass wir einen starken Wettkampf auf der Strecke sehen werden."

Nachtrennen und Extrembedingungen für Roborace kein Problem

Auch ein Rennen in der Nacht sei mit den Rennern möglich: "Wir können unter allen denkbaren Bedingungen fahren. Wenn die Fans sehen, dass diese autonomen Autos in der Nacht oder unter Extrembedingungen wie Nebel zuverlässig auf der Strecke fahren, dann werden sie überzeugt sein, dass solch ein Auto auch im täglichen Verkehr funktionieren kann", sagt der 37-jährige Unternehmer.

Die Planung der Serie sei indes in vollem Gange. Aktuell, so Sverdlov, schaue man sich nach Sponsoren und ersten Teams um. Bereits in der dritten Formel-E-Saison, also ab Oktober, soll Roborace als unterstützendes Rennevent der Formel E um die Welt reisen.

von Tobias Bluhm  

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Kommentar von Lulu |

Ich finde so eine "Rennserie" schrecklich...
Motorsport ist für mich die Mischung aus Maschine und Mensch. Ich werde mir so eine Serie garantiert nicht antun. Ich hoffe die Formel E springt in Zukunft nicht auf das gleiche Boot...

Kommentar von Simon |

Ich kann dem Roborace auch nicht wirklich etwas abgewinnen.

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