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Scuderia-E: Pizzuto spricht mit 3 Formel-E-Teams & will 50 Mio. Euro für 3 Jahre sammeln

Ende April machte der Name Scuderia-E erstmals Schlagzeilen im Umfeld der Formel E. Der italienische Unternehmer Gianfranco Pizzuto verkündete, gemeinsam mit der türkischen Firma Imecar Elektronik im Jahr 2022 in die Elektroserie einsteigen zu wollen. Inzwischen haben sich die Pläne weiter konkretisiert: Mit 50 Millionen Euro will Pizzuto unter anderem eines der aktuellen Teams kaufen.

Denn eines ist klar: Die Formel E hat mit dem Einstieg Porsches zu Saisonbeginn ihr Maximum von zwölf Teams beziehungsweise 24 Autos im Starterfeld erreicht. Ein neuer Rennstall kann nicht einsteigen, solange nicht ein aktueller aussteigt. Demnach ist Scuderia-E darauf angewiesen, dass eines der derzeitigen Teams entweder seine Startlizenz verkauft oder aber die italienisch-türkische Mannschaft bei sich mitmachen lässt.

Laut Formel-E-Gründer Alejandro Agag, der sich uns gegenüber eher skeptisch bezüglich der Scuderia-E äußerte, bestünde derzeit bei insgesamt drei Teams die Möglichkeit eines Einstiegs oder vielleicht sogar einer Übernahme. "Ich hatte ein Gespräch mit Alejandro Agag und habe ihm erklärt, dass es uns wirklich ernst ist, in die Formel E einzusteigen. Agag hat mir in diesem Zuge auch bestätigt, dass es drei Teams gebe, mit denen ich sprechen könne", wird Pizzuto von 'Formula E Zone' zitiert.

"Aus diesen drei Teams könnte ich entweder eines übernehmen oder mit ihm zusammenarbeiten", so der Italiener weiter. Er bestätigt außerdem, dass er bereits mit jenen Rennställen spreche. "Weil es ein Limit von zwölf Teams (in der Formel E) gibt, können wir nicht einfach selbstständig einsteigen. Wir wollen deshalb eines dieser zwölf Teams sein."

Budget von Investoren & Sponsoren soll erste 3 Jahre sicherstellen

"Es geht nicht nur darum, genug Geld zu sammeln, um es in die Startaufstellung zu schaffen", erklärt Pizzuto. "Ich versuche sicherzustellen, dass das Team genug Budget für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren haben wird - bevor wir beginnen, ein Team zu kaufen. Einen Rennstall zu übernehmen, ist die eine Sache, aber wir müssen zuerst einmal in der Lage sein, die ersten drei Jahre zu überstehen."

"Wir werden 50 Millionen Euro brauchen", verrät Pizzuto. "Das ist die Summe, von der wir glauben, dass wir damit drei Jahre absolvieren können." Der Italiener erklärt zudem, wie er diese stolze Summe auftreiben will: "Wir werden einen Mix aus Investoren und Sponsoren benötigen." Mit den 50 Millionen Euro will er sowohl ein Team kaufen - dies scheint seine präferierte Option zu sein - als auch den Betrieb für drei Jahre gewährleisten.

Pizzuto nennt zwar immer wieder einen Zeitraum von drei Jahren, ist aber durchaus auf ein längerfristiges Engagement in der Formel E aus: "Wenn alles gut läuft, können wir natürlich auch für einen längeren Zeitraum als drei Jahre planen, aber ich habe keine Kristallkugel, mit der ich weiter als drei Jahre in die Zukunft schauen kann."

Personal-Mix soll "starke Ergebnisse" sicherstellen

Um sein Team aufzubauen, sei Pizzuto bereits auf der Suche nach fähigen Leuten, die für ihn arbeiten könnten, um möglichst gleich zu Beginn wettbewerbsfähig zu sein. Seit seiner Ankündigung, in die Formel E einsteigen zu wollen, hätten sich bereits "mindestens 100 Leute" bei ihm gemeldet, die Teil des Rennstalls werden möchten. Darunter seien "Menschen mit F1- und Formel-E-Hintergründen sowie zahlreiche weitere Leute aus dem Motorsport gewesen, die uns helfen wollen".

Nun diskutiere Pizzuto mit seinen Partnern, was wichtig sei, um ein seriöses Formel-E-Team mit rund 30 Mitarbeitern auf die Beine zu stellen. "Wir werden schauen, welche Positionen wir selbst besetzen können, und welche wir dazukaufen müssen. Mein Ziel ist es, dass wir die richtigen Leute an Bord holen, damit wir nicht um den letzten Platz fahren. Wir wollen ein wettbewerbsfähiges Team, das um starke Ergebnisse kämpfen kann."

Foto: Gianfranco Pizzuto (LinkedIn)

von Timo Pape  

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Kommentar von Benny |

Jetzt wirds aber noch interessanter als eh schon! Allerdings spielen hier die Türken mit, daher wird es in meinen Augen eher Mischling werden, als ein reiner Ferrari. Schade...

Hat dann Abt Sports überhaupt noch ne Chance mitzuhalten? Porsche und Daimler sind direkt im ersten rennen unter die ersten 10 gekommen! Wenn das selbe mit Scuderia passiert, wars das für Audi!

Für mich liest sich das so, als ob Sie eine Session mitmischen um Erfahrungen zu sammeln, so wie es Daimler gemacht hat, bevor Sie als Werksteam eingestiegen sind.

Hoffentlich geht ab nächsten Jahr wieder alles wie gewohnt weiter...

Kommentar von EffEll |

@Benny:
Ich glaube du verwechselst da etwas. Dieser Rennstall hat keinerlei Verbindung zu Ferrari. Scuderia heißt auf deutsch nichts anderes als Rennstall/Pferdestall. Dieser Begriff stammt aber weder von Ferrari, noch hat dieses Vorhaben irgendwelche Verbindungen zu der italienischen Sportwagenschmiede. Ich sehe auch keinen Grund, warum dieses Team Audi oder irgendeinem anderen etablierten Team gefährlich werden könnte. Für die technische Umsetzung wäre wohl einzig der türkische Elektronikhersteller Imecar verantwortlich, wie damals Schaeffler bei Abt, als Audi nur als Sponsor fungierte.
Aber Ferrari ist hier gar nicht involviert. Die einzige Gemeinsamkeit ist die Nationalität und der Begriff Scuderia. Aber das war in der F1 bei Toro Rosso auch immer so. Der Begriff ist nicht geschützt und kann von jedem Team verwendet werden.

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