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Sensation perfekt: Stoffel Vandoorne fährt für HWA in der Formel E

Paukenschlag am Montagvormittag: Der aktuelle McLaren-Formel-1-Pilot Stoffel Vandoorne wechselt in die Formel E. Der Belgier wird neben dem frischgebackenen DTM-Champion Gary Paffett für das neue deutsche HWA-Team in der Elektroserie an den Start gehen. Das bestätigte der Rennstall aus Affalterbach in einer Presseerklärung.

"Ich fühle mich geehrt, dass HWA mich für sein Formel-E-Programm unter Vertrag genommen hat", sagt Vandoorne. "HWA ist ein fantastisches Team mit einer langen und erfolgreichen Historie im Motorsport. Jeder, den ich bislang getroffen habe, besitzt eine unheimliche Leidenschaft für den Rennsport. Gleichzeitig ist es großartig, an der Seite eines so erfahrenen Piloten wie Gary Paffett anzutreten. Ich bin mir sicher, dass wir im Verlauf der Saison sehr voneinander profitieren können."

"Obwohl wir alle Rookies in der Serie sind, besteht für mich kein Zweifel daran, dass uns eine steile Lernkurve erwartet", führt der Belgier weiter aus. "Es wird definitiv nicht einfach. Deshalb ist es mein Ziel, so schnell wie möglich in der Serie konkurrenzfähig zu sein und einige Highlights zu setzen."

Vandoorne kann trotz seines jungen Alters auf viele Jahre Erfahrung im Rennsport zurückblicken. Nach seinem Einstieg in den Formel-Rennsport im F4 Eurocup kletterte er die Formelsport-Leiter bis zur GP2 hinauf. Diese gewann er 2015 in seiner zweiten Saison überlegen. Ein Jahr später gab er als Ersatz für den verletzten Doppelweltmeister Fernando Alonso sein Formel-1-Debüt beim Großen Preis von Bahrain 2016 und fuhr auf Anhieb in die Punkteränge. In den vergangenen beiden Saisons 2017 und 2018 war er für McLaren Stammfahrer neben Alonso in der "Königsklasse".

 "In diesen Tagen geht es für unser Team Schlag auf Schlag", sagt Ulrich Fritz, Vorstand der HWA AG und Teamchef von HWA Racelab. "Nach der Teamvorstellung in der vergangenen Woche können wir nun mit der Verpflichtung von Stoffel ein weiteres wichtiges Puzzleteil unseres Formel-E-Projekts präsentieren. Stoffel hat sein Talent und seinen Speed nicht nur in der Formel 1 unter Beweis gestellt, sondern auch schon 2015 in der GP2, die er überlegen für sich entscheiden konnte."

"Mit Stoffel und Gary stoßen zwei Formel-E-Rookies zu unserem Team, das selbst seine Debütsaison in der Elektroserie absolviert", so Fritz weiter. "Deshalb gibt es für uns alle gemeinsam viel zu lernen. Aber Gary und Stoffel sind hervorragende Rennfahrer, die einen reichen Erfahrungsschatz aus der Formel 1 und der DTM besitzen. Zudem wissen beide, wie man ein neues Rennauto im Zusammenspiel mit den Ingenieuren weiterentwickelt und richtig abstimmt. Genau auf diese Stärken kommt es in unserer ersten Saison in der Formel E an. Entsprechend bin ich zuversichtlich, dass wir mit unseren beiden Fahrern bestens für die anstehenden Herausforderungen gewappnet sind."

Gleichzeitig dürfte die Verpflichtung Vandoornes das Formel-E-Aus für Maro Engel bedeuten. Der Deutsche, der in den vergangenen beiden Jahren für Venturi startete (Gesamtpositionen 17 und 12), musste sein Cockpit bei den Monegassen an Felipe Massa übergeben und geht nun auch bei HWA, wo ihm durch seine Verbindungen zu Mercedes noch Chancen eingeräumt wurden, leer aus. Ob und inwiefern wir Engel in der Formel E wiedersehen werden, bleibt abzuwarten.

Bis zum Saisonauftakt am 15. Dezember in Diriyya (Saudi-Arabien) gibt es für HWA noch viel zu tun. Bereits in dieser Woche steht vom 16. bis 19. Oktober bei den offiziellen Testfahrten in Valencia der erste Einsatz mit den neuen Gen2-Fahrzeugen des Teams an.

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

von Timo Pape 

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Kommentar von EffEll |

Mal sehen wie sich Vandoorne in der Formel E und vor allem gegenüber Paffett schlägt.
Für Wehrlein war es mMn ein Fehler das Cockpit auszuschalten. Sollte er nicht mehr bei Toro Rosso unterkommen, geht er komplett leer aus und ob er 2020 dann überhaupt noch Interesse bei Teams weckt, kann bezweifelt werden. Seine 2018er DTM-Saison war ja auch keine große Eigenwerbung

Kommentar von EffEll |

*das Cockpit auszuschlagen
Hatte ich eigentlich geschrieben

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