Sergio-Perez-on-Formula-E

Sergio Perez: Formel E wäre nach F1-Karriere sehr interessant

Formel-1-Pilot Sergio Perez liebäugelt mit der Formel E. Der 29-jährige Mexikaner, der aktuell für den britischen F1-Rennstall Racing Point (ehemals Force India) startet, wolle die Elektrorennserie als eine mögliche Option nach seiner Formel-1-Karriere im Auge behalten.

"Ich habe die (Formel E) Meisterschaft nicht viel verfolgt, aber sie ist definitiv die Serie, die am meisten gewachsen ist", sagt Perez gegenüber 'Motorsport.com'. "Viele Hersteller stoßen hinzu. Vielleicht wird die Formel E viel größer sein, wenn ich mit der Formel 1 fertig bin - damit wäre sie dann sehr interessant." Der Mexikaner bestritt seit 2011 bisher 164 Grands Prix in der "Königsklasse" und bringt meist konstante Leistungen. Mit der Formel E kam Perez bisher nicht in Berührung.

Im Haifisch-Becken Formel 1 muss sich auch Perez nach möglichen Alternativen umsehen. Beim Thema IndyCar winkt er jedoch ab – sie sei zu gefährlich. Dagegen wäre Le Mans eine mögliche Option für ihn. "Das ist ein sehr interessantes Rennen. Aber man weiß nicht, was die Zukunft für einen bereithält", erklärt "Checo".

Auf dem Radar hat der Mexikaner die Formel E auf alle Fälle. Perez ist es nämlich nicht entgangen, dass mit Mercedes und Porsche zwei weitere namhafte Automobilhersteller zur kommenden Saison in die Elektrorennserie einsteigen. Zudem lockt ihn als Lokalmatador der Mexico City E-Prix, der seit Saison 2 fester Bestandteil des Formel-E-Rennkalenders ist.

Dass die Formel E zu einem zweiten Standbein für ehemalige Formel-1-Piloten geworden ist, unterstreicht die Tatsache, dass mit Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer (beide DS Techeetah), Jerome d'Ambrosio und Pascal Wehrlein (beide Mahindra), Sebastien Buemi (Nissan), Stoffel Vandoorne (HWA), Lucas di Grassi (Audi) und Felipe Massa (Venturi) derzeit nicht weniger als acht Ex-F1-Piloten ihr Geld in der Elektrorennserie verdienen.

Mit mexikanischen Fahrern hat die Formel E schon ihre Erfahrungen gemacht. Salvador Duran war der erste mexikanische Formel-E-Pilot, der in den ersten beiden Saisons für das mittlerweile von Techeetah übernommene Aguri-Team insgesamt zwölf E-Prix absolvierte. Ex-Formel-1-Pilot Esteban Gutierrez stieg in Saison 3 kurzzeitig ins Cockpit von Techeetah, ehe er nach drei Rennen das Handtuch warf und in die IndyCar-Serie wechselte. Sergio Perez würde mit einem Formel-E-Engagement das Zuschauerinteresse der motorsportbegeisterten Mexikaner weiter spürbar steigern. Ein zeitnaher Wechsel ist aber nicht zu erwarten.

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

von Erich Hirsch 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Nyck-de-Vries-Behind-the-Scenes-Shoot-Mercedes

Formel-E-Neuling Nyck de Vries: "Eine Ehre, für Mercedes fahren zu dürfen"

Mit dem herannahenden Debüt von Mercedes in der Formel E wächst auch der mediale Druck auf Nyck de Vries. Schließlich wird der 24-jährige Niederländer, wenn die Elektroserie am 22. November ...
von Tobias Bluhm
Andre-Lotterer-Porsche-Overall-Formula-E

Andre Lotterer im Interview: "Mit Technik allein kannst du hier keine Wunder bewirken"

Andre Lotterer hat für sein drittes Formel-E-Jahr einen neuen Weg eingeschlagen. Nach zwei Saisons mit DS Techeetah, dem amtierenden Meisterteam, kehrt er zu seinem langjährigen Arbeitgeber Porsche zurück, bei dem ...
von Timo Pape
Andre-Lotterer-Marco-Parroni-Julius-Bär-Formula-E

Julius-Bär-Manager Parroni im Interview: "Konnten auf Erfolgswelle der Formel E mitreiten"

Die Formel E gastierte in der abgelaufenen Saison zum zweiten Mal in der Schweiz. Nach der erfolgreichen Premiere 2018 in Zürich erfolgte die Fortsetzung des Julius Bär Swiss E-Prix in ...
von Erich Hirsch
Lucas-di-Grassi-Leading-Berlin-Grandstand-Blurry

Saison 2018/19: Formel E verbucht Rekord-Umsatz & veröffentlicht Zuschauerzahlen

Die Formel E hat ihre Saison 2018/19 mit einem neuen Umsatz- und Zuschauer-Rekord beendet. Das teilte die elektrische Rennserie am Donnerstag mit. Während erneut über 400.000 Fans die Rennen auf ...
von Tobias Bluhm