Die Formel E beim Rennen in Punta del Este

Will die Formel 1 die besten der Formel E?

Das die Formel 1 seit einiger Zeit Probleme mit dem Zuschauerschwund hat, ist hinlänglich bekannt. Auch die finanziellen Probleme der Teams sind nichts neues. Aber anscheinend muß die Formel 1 jetzt auch Fahrer aus der Formel E rekrutieren.

Sebastian Buemi der das Rennen in Punta del Este gewinnen konnte und auch schon bei den Testfahrten in Donington Park zeigte wie schnell er ist, ist in der Formel 1 als Ersatzfahrer angekommen. Auch Jean-Eric Vergne, der Überraschungs-Polesetter in Punta del Este bekam unmittelbar im Anschluss einen Vertrag in die Formel 1.

Natürlich ist die Formel 1 für die Fahrer immer noch die Krönung Ihrer Karriere. Vorausgesetzt sie können dort mithalten und das ist etwas, was die kleinen Teams in der Formel 1 schon lange nicht mehr können. In der Formel 1 gewinnt nicht der beste Fahrer, hier gewinnt das Team mit dem meisten Geld.

In der Formel E gilt eine Kostenobergrenze von rund fünf Millionen Euro pro Rennstall. "Hier geht es vielmehr um den Sport als um das Geschäft", bestätigt Jaime Alguersuari der für das Team Virgin in der Formel E fährt, gegenüber 'Reuters'. "Es gibt keine Fahrer, die Millionen mitbringen, um hier zu fahren. Wir werden bezahlt, alles läuft zunehmend professionell ab. Und ich denke, genau so sollte der Sport auch aussehen"

Alguersuari war von 2009 bis 2011 für Toro Rosso in der Formel . "Ich bin absolut überzeugt davon, dass diese Serie eine langfristige Perspektive hat. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man das vorhandene Talent und die pure Geschwindigkeit sehen kann."

Noch ist die Formel E jung und im deutschsprachigen Raum kaum bekannt. Auch muß die Formel E noch organisatorische und technische Probleme lösen. Aber in der Formel E herrscht noch Chancengleichheit zwischen den Teams. Vorallem in der ersten Saison sind alle Teams mit dem gleichen Auto auf der Strecke. Erst in der zweiten Saison werden eigene Entwicklungen im Bereich des Antriebsstrangs erlaubt.

Viele Hersteller drängen in die Formel E

Alejandro Agag CEO der Formel E sagte das bereits zwölf Hersteller ihr Interesse an Entwicklungen in der Formel E bekundet hätten. Dabei scheint es sich nicht nur um klassische Automobilhersteller zu handeln. "Motorsport Total.com" spricht davon das Michelin bereits seit Monaten an neuen Antriebskonzepten forscht. Je nachdem wie frei das Regelwerk der Formel E gesteckt wird, können wir also in der zweiten Saison mit einigen Unterschieden an den Autos rechnen.

Die FIA möchte in den kommenden Wochen sich mit einer Auswahl an interessierten Herstellern an einen Tisch setzen und eine Art Road-Map für die weitere Entwicklung der Meisterschaft abstecken.

 

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