In der nächsten Saison werden die Autos unterscheiden.

Wird die Formel E Weltmeister?

Wie bereits bekannt, fahren in der ersten Saison der Formel E alle Teams mit baugleichen Autos, dem Spark Renault SRT-01E. Technische Verbesserungen wurden während der Saison nur vom Hersteller Dallara und von Renault ausgeführt. So wurde zuletzt die Rad- und die Getriebeaufhängung verstärkt. Für die nächste Saison aber wollen und dürfen die Teams bzw. die Hersteller, die entsprechend hinter den Teams stehen, eigene Entwicklungen in die Autos einbringen.

Dabei beschränkt sich die Entwicklung in der ersten Saison auf den Antriebsstrang. Das betrifft den Elektromotor, das Getriebe, den Inverter (Wechselrichter) und das Kühlsystem. Ab der dritten Saison 2016/17 darf dann an den Batterien gearbeitet werden. Der Rest vom Auto bleibt aber so, wie er zur Zeit ist. Sinn und Zweck hierbei ist natürlich die Kosten nicht explodieren zu lassen, so wie es in der Formel 1 geschehen ist.

Das Interesse der Hersteller sich in der Formel E zu engagieren, scheint recht groß zu sein. So konnte die FIA Formula E aus einem Pool auswählen und hat jetzt 8 Hersteller benannt, die ab der Saison 2015/16 die Entwicklung der Formel E Autos in die Hand nehmen. Hans Jürgen Abt, Chef vom Team Audi Sport Abt hatte bereits sehr früh angekündigt, dass Abt Sportsline an eigenen Entwicklungen interessiert ist. Auch die Teams Andretti, Mahindra, Venturi und Virgin sind nun offiziell zum Hersteller erklärt worden.

Hinzu kommen Motomatica, die wahrscheinlich das Team TrulliGP unterstützen werden, NEXTEV TCR mit dem Team China Racing und natürlich Renault Sport. Letztere sind Sponsoren des e.dams Teams und werden demnach sicherlich auch weiter mit dem Team zusammenarbeiten. Demnach haben nur das Amlin Aguri Team und Dragon Racing noch keinen Hersteller. Allerdings sieht das Regelwerk der Formel E vor, dass technische Neuentwicklungen mit bis zu zwei Teams geteilt werden müssen. So können die Teams, die ohne eigene Entwicklung teilnehmen, sich die besten Teile aussuchen.

"Es ist fantastisch für die Formel E, dass nach nur vier Rennen diese Hersteller Teil der Meisterschaft sein wollen und große Zuversicht in die Serie zeigen", sagte Formel E CEO Alejandro Agag. "Es war von Anfang an unser Ziel, die technischen Möglichkeiten aufzuzeigen. Als Organisator ist uns das natürlich nicht möglich, deshalb brauchen wir die Hersteller, damit diese die entsprechenden Techniken entwickeln, um dann auf der Strecke gegeneinander anzutreten. Durch diesen Kampf wird sich die Technik weiterentwickeln und dies wird zur Weiterentwicklung der Elektroautos führen. Ab der dritten Saison erwarten wir noch mehr Hersteller, die sich an der Entwicklung beteiligen werden und zur Zeit reden wir mit vielen verschiedenen Herstellern."

Folgende Hersteller werden sich in der nächsten Saison 2015/16 an der Entwicklung der Formel E beteiligen:

- ABT Sportsline
- Andretti
- Mahindra
- Motomatica
- NEXTEV TCR
- Renault Sport
- Venturi Automobiles
- Virgin Racing Engineering

FIA-Präsident Jean Todt sagte: "Die Markteinführung der Formel E war ein großer Erfolg. Diese innovative und spektakuläre neue Meisterschaft ist auf dem Weg ihre sportliche und technische Glaubwürdigkeit zu erlangen. Die Einbindung der Hersteller für eine zweite Saison ist die nächste Stufe in der Entwicklung der Formel E. Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität und der Menge der eingegangen Bewerbungen. Das zeigt wie groß das Interesse an der Formel E bereits ist."

Ein weiterer Aspekt, der allerdings nicht zur Sprache kam, ist, dass die Formel E durch die Einbindung der Hersteller jetzt auch den offiziellen Weltmeisterschaft-Status erlangen kann. Möglicherweise wird die Formel E Meisterschaft demnach ab nächster Saison eine Formel E Weltmeisterschaft werden.

"Für eine Weltmeisterschaft gibt es die Bedingung, dass man eine bestimmte Anzahl an Herstellern braucht. Man kann als Einheitsserie keine Weltmeisterschaft sein", sagte Alejandro Agag bereits im September 2014.

 

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