Geldmangel: Mexico City E-Prix 2021 unsicher

Der Mexico City E-Prix 2020 könnte das vorerst letzte Rennen der Formel E in Mexiko werden. Wie Alvaro Buenaventura, geschäftlicher Koordinator der Elektroserie in Lateinamerika, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz verriet, könnte mangelnde finanzielle Unterstützung dem Rennen vorübergehend den Stecker ziehen.

"Wir haben in den letzten fünf Jahren viel in Mexiko investiert", erklärte Buenaventura am Rande der Konferenz, wie '24 Horas' und 'Medio Tiempo' berichten. "In diesen fünf Jahren wurden wir zu einem kleinen Beitrag aus einem Fond des städtischen Sportministeriums sowie von lokalen Firmen unterstützt. Aber um 2021 zurückkehren zu können, braucht die Formel E die Unterstützung von der Regierung."

Die ersten Zeichen aus Verhandlungen deute er dennoch als positiv: "Wir sind seit eineinhalb Jahren im Gespräch. Es gibt einen Plan, der auch das Ministerium für Bildung und Entwicklung einbezieht. Die Idee ist, dass wir unsere Einnahmen künftig aus Ticketverkäufen, der Unterstützung von Marken und in Kooperation mit der Regierung generieren."

Buenaventura geht davon aus, dass zwischen April und Mai eine Entscheidung über die Zukunft des E-Prix gefällt werden kann, ehe die FIA im Juni 2020 den Rennkalender für die nachfolgende Saison vorstellt. "Wir haben aber auch Angebote aus anderen Ländern", verrät er. "Costa Rica liegt auf dem Tisch, genauso wie Peru. Nach Santiago werden wir vermutlich nicht zurückkehren, aber auch mit Brasilien sind wir in fortgeschrittenen Gesprächen."

Der Mexico City E-Prix 2020 findet am 15. Februar mit einer überarbeiteten Streckenführung im Autodromo Hermanos Rodriguez statt.

von Tobias Bluhm 

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