Formel E

Formel E: HWA kommt womöglich schon ab Saison 5 mit Venturi-Antrieb

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Gute Neuigkeiten für alle deutschen Formel-E-Fans: Neben BMW und Audi können wir uns womöglich schon ab der kommenden Saison auf ein drittes deutsches Team in der Elektroserie freuen. Wie 'The Daily Apex' berichtet, ist ein Einstieg von HWA - unter anderem Betreiber eines Mercedes-Teams in der DTM - seit einiger Zeit für das Rennjahr 2018/19, also die fünfte Saison, in Planung. Der Rennstall könnte sich von Venturi mit Antriebssträngen beliefern lassen. Entschieden ist bislang nichts, dies könnte sich aber schon am Dienstag ändern.

HWA könnte dem Mercedes-Werksteam, dessen Einstieg ab Saison sechs bereits seit dem letzten Sommer bestätigt ist, den Weg in die Formel E ebnen. Allerdings hört man ebenso, dass Mercedes seinen Werkseinstieg womöglich eher unabhängig von HWA planen könnte. Der Rennstall aus Affalterbach wäre das elfte Team der Elektroserie und würde die Startaufstellung auf 22 Fahrzeuge erweitern.

"Wir arbeiten derzeit einen Deal mit HWA aus, weil sie ab Saison fünf Mercedes in der Formel E repräsentieren werden", verrät Venturis Technischer Direktor Franck Baldet im Interview mit 'The Daily Apex'. Schon in der laufenden Saison arbeiten die beiden Unternehmen zusammen, unter anderem ist HWA für die teilweise silberne Lackierung der Venturi-Fahrzeuge verantwortlich.

"Sie brauchen einen Antriebsstrang, den wir ihnen gern zur Verfügung stellen würden", führt Baldet aus. Mercedes darf erst ab dem werksseitigen Einstieg ab Saison sechs Eigenkonstruktionen in die Elektroserie bringen. "Venturi will sich natürlich weiterhin an der Formel E beteiligen, es wird also zwei Teams geben (Venturi und HWA). Danach kann HWA entscheiden, ob sie ab Saison sechs mit uns oder mit Mercedes zusammenarbeiten wollen."

Auf Anfrage von 'e-Formel.de' wollte Venturi den Bericht zwar nicht explizit bestätigen, dementierte ihn jedoch auch nicht. Stattdessen wies uns das Team kommentarlos auf einen Bericht im französischsprachigen Magazin 'Auto-Hebdo' hin, in dem das mögliche Übereinkommen ebenfalls als bestätigt beschrieben wird. HWA reagierte auf eine Bitte um Antwort nicht.

Rookie-Test als 1. Schaulaufen für potenzielle Fahrer?

Mit dem HWA-Einstieg als eigenständiges Team kommt dem Rookie-Test am letzten Sonntag in Marrakesch immer mehr Bedeutung zuteil. Schließlich nahmen mit Gary Paffett, Paul di Resta, Maximilian Günther und Daniel Juncadella gleich vier Mercedes-Werkspiloten am Testtag teil - drei davon mit einer Vergangenheit bei HWA in der DTM.

Es wäre keine Überraschung, wenn HWA-Teambesitzer Hans-Werner Aufrecht in der Entscheidung, seine Tourenwagen-Schützlinge für den Rookie-Test in der Formel E unterzubringen, ein Mitspracherecht gehabt hätte. So könnte der Test bereits ein erstes Schaulaufen für potenzielle HWA-Piloten für die Saison 2018/19 gewesen sein.

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