Formel E

Zürich: Sicherheitsdepartement dementiert Formel-E-Rennen 2018

Timo Pape

Timo Pape

Der Zürich ePrix ist noch nicht endgültig in trockenen Tüchern. Am Donnerstagabend hatten FIA und Formel E den Rennkalender für Saison vier offiziell abgesegnet - darin enthalten auch die Rückkehr des Motorsports in die Schweiz am 10. Juni 2018. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung durch die Formel E meldete sich die Stadt Zürich mit einem Dementi zu Wort.

"Noch ist nichts entschieden", ließ Mathias Ninck, Sprecher des Zürcher Sicherheitsdepartements, öffentlich gegenüber dem 'Tagesanzeiger' verlauten. "Die Stadt hat noch einige Auflagen, welche die Organisatoren erfüllen müssen." Der Stadtrat habe das Gesuch für ein Formel-E-Rennen 2018 demnach noch nicht endgültig bewilligt.

In den kommenden Monaten gibt es für die beiden Vereine "E-Mobil Züri" und "OK E-Prix Zürich", die für die Organisation des Formel-E-Rennens verantwortlich sind, noch einiges zu tun. So müssen vor dem ePrix im Juni zum Beispiel noch Fußgängerinseln entfernt werden. Auch für das bereits vor Monaten beschriebene Problem mit den Tramschienen in der Stadt ist bislang ungelöst.

"Es sind noch ein paar technische Fragen offen", sagte Roger Tognella, Präsident von e-mobil Züri und Delegierter des Verwaltungsrats der ePrix Zürich AG, im Januar exklusiv gegenüber 'e-Formel.de'. "Die Qualität der Straßen ist sehr gut, aber die insgesamt 300 bis 400 Meter Tram-Schienen stellen eine kleine Herausforderung dar." Doch Zürich werde eine technische Lösung dafür finden, war sich Tognella schon damals sicher. In den vergangenen neun Monaten gelang dies offenbar nicht.

Die Verwaltung arbeitet aktuell eine entsprechende Weisung aus, die anschließend dem Gesamtstadtrat vorgelegt wird. Erst wenn eine Mehrheit der Weisung zustimmt, kann das Formel-E-Rennen stattfinden.

Die Stadt Zürich zeigt sich zwar überrascht, dass FIA und Formel E das Rennen bereits auf diese Art und Weise als offiziell vermeldet haben. Trotz alledem: Ninck stellte klar, dass der Stadtrat grundsätzlich für einen ePrix sei. Damit die Formel E in die Schweiz kommen und so die 60-jährige Motorsport-Abstinenz beenden kann, wurden in den vergangenen Jahren schließlich viele Hebel in Bewegung gesetzt: 2015 erteilte der Bundesrat zum Beispiel eine Ausnahmebewilligung für Rundstreckenrennen mit Elektroautos.

Übrigens: Die Formel E hat im veröffentlichten Rennkalender zwei Sternchen neben Zürich gesetzt: "New event pending ASN approval" steht dort geschrieben. Die Bestätigung stehe also noch aus. Nichtsdestotrotz hat die Formel E das Rennen in der Öffentlichkeit bereits als bestätigt verkauft, nicht zuletzt mit Aussagen von Formel-E-Boss Alejandro Agag und sogar FIA-Präsident Jean Todt. Aber so machen das Start-ups eben manchmal…

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 3 plus 1.