Formel E

Nach Rookie-Test: Gary Paffett bekundet Formel-E-Interesse bei Mercedes

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Nach einem erfolgreichen Formel-E-Test in Marrakesch hat DTM-Starpilot Gary Paffett bei Mercedes sein Interesse an der Formel E hinterlegt. Die Elektroserie sei eine "gute Alternative" für den Briten, der nach dem Mercedes-Ausstieg aus der DTM Ende 2018 ohne ein Vollzeit-Programm im Motorsport da stünde. Schon Ende 2018 könnte Paffett theoretisch als Stammfahrer in die Formel E aufrücken.

"Als Mercedes bekanntgab, dass sie in die Formel E kommen und aus der DTM aussteigen, habe ich ihnen und meinem Team HWA klar gemacht, dass die Serie ziemlich interessant für mich ist", verrät der 36-Jährige gegenüber 'Motorsport.com'. "Sie wissen also schon eine ganze Weile von meinem Interesse. Die Formel E könnte eine gute Alternative zur DTM für mich werden."

Paffett, der seit Jahren für HWA in der Tourenwagen-Serie fährt, testete in Marokko für den vom deutschen Motorsportteam unterstützten Venturi-Rennstall. Am Ende des sechsstündigen Tests wurde Paffett Gesamtelfter und war damit schneller als die Formel-E-erfahrenen Veteranen Frederic Makowiecki, Alexandre Imperatori oder Harry Tincknell. Auch seinen DTM-Rivalen Bruno Spengler, der allerdings auch technische Probleme hatte, ließ Paffett hinter sich.

"Marrakesch hat sich für mich wirklich gelohnt. Der Test hat mir dabei geholfen, das Auto zu verstehen. Und auch Venturi hat eine lange Liste an Entwicklungszielen abarbeiten können. Wir haben also beide voneinander profitieren können."

Formel-E-Auftakt mit HWA zum Jahresende?

Neben einem Formel-E-Einsatz sei Paffett grundlegend auch an einigen GT-Rennen interessiert, beteuert er. 2016 debütierte der Brite im Rahmen des 24-Stunden-Rennens in Spa-Franchorchamps in einem Sportwagen - sein erstes nicht-DTM-Rennen seit einem Formel-3000-Event in Imola 2003. Auch an der australischen V8-Supercars-Serie oder an den 24 Stunden von Le Mans sei Paffett interessiert.

"Das Langstreckenrennen in Spa hat mir Spaß gemacht, aber ich will nicht das ganze Jahr in GT-Fahrzeugen sitzen. Der DTM-Kalender ist nur zehn Rennen lang, vielleicht schaue ich mich also schon während der Saison in ein, zwei GT-Serien um."

Trotzdem: Die Formel E steht weiterhin ganz weit oben auf der Wunschliste des Londoners. Womöglich können sich Mercedes-Fans schon zum Ende des Jahres auf Gary Paffett freuen. Schließlich dreht sich derzeit eines der heißesten Gerüchte der Formel E um einen möglichen HWA-Einstieg zur Saison 2018/19…

e-Formel.de wartet auch nach mehrfacher Nachfrage weiterhin auf eine Antwort von HWA.

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