Formel E

Offener Brief an EU-Kommission: Formel E schließt sich UN-Kampagne "Race To Zero" an

Tobias Wirtz

Tobias Wirtz

Die ABB FIA Formula E hat am 15. September den "EU 2030 Letter" unterzeichnet. Damit unterstützt die Rennserie die globale Kampagne der Vereinten Nationen für eine CO2-neutrale Wirtschaft. Die Ziele: vor zukünftigen Bedrohungen durch den Klimawandel schützen, hochwertige Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen sowie ein integratives und nachhaltiges Wachstum fördern.

Die Formel E war neben Firmen wie Google, SAP oder Unilever als eines von mehr als 160 Unternehmen von den Vereinten Nationen eingeladen worden, den "EU 2030 Letter" zu unterzeichnen. Damit sollen die europäischen Staats- und Regierungschefs bei der Vermeidung der schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels und der Sicherung eines nachhaltigen, wettbewerbsfähigen Wirtschaftsaufschwungs unterstützt werden.

Die Unterzeichner des "Briefes" unterstützen die Ziele des Europäischen Grünen Deals, der vorsieht, dass Europa bis zum Jahr 2030 die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 Prozent reduzieren und bis 2050 sogar der erste klimaneutrale Kontinent wird. Bis dann sollen die Netto-Treibhausgasemissionen auf null zurückgefahren werden. Außerdem soll das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt und dabei kein Mensch sowie keine Region im Stich gelassen werden.

Formel-E-Chef verspricht kleineren CO2-Fußabdruck

Dies soll unter anderem geschehen durch Investitionen in neue, klimafreundliche Technologien, Unterstützung der Industrie bei Innovationen, der Einführung von umweltfreundlichen, kostengünstigen und gesunden Formen des privaten und öffentlichen Verkehrs, der Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden sowie einer Zusammenarbeit internationaler Partner zur Verbesserung weltweiter Umweltnormen. Die notwendigen Investitionen sollen durch belastbare Konjunkturprogramme ermöglicht werden.

Jamie Reigle, CEO der Formel E, sagt: "Die ABB FIA Formel E-Meisterschaft unterstützt die Ziele der UNO für das 'Race To Zero' zur Reduzierung der Emissionen voll und ganz. Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, unseren eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren und unsere Emissionen bis 2030 klimawissenschaftlich auszurichten. Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit, um eine bessere Zukunft für kommende Generationen zu schaffen."

Druck zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

Die "Race To Zero"-Kampagne der Vereinten Nationen wird weltweit aktuell von 449 Städten, 21 Regionen, 995 Unternehmen, 38 großen Investoren und 505 Universitäten unterstützt. Die bereits zusammengeschlossenen Akteure decken gemeinsam fast 25 Prozent der globalen CO2-Emissionen und mehr als 50 Prozent aller weltweit erwirtschafteten Bruttoinlandprodukte ab.

Ihr Ziel besteht darin, im Vorfeld der Klimakonferenz COP26 Impulse für den Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft zu geben. Dies soll den Regierungen ein deutliches Signal senden, dass Unternehmen, Städte, Regionen und Investoren bei der Erfüllung der Pariser Ziele und der Schaffung einer integrativeren und widerstandsfähigeren Wirtschaft vereint sind.

Die Klimakonferenz COP26, auf der die Regierungen ihre Anstrengungen zum Pariser Klimaabkommen verstärken wollen, findet ab dem 1. November 2021 im schottischen Glasgow statt, nachdem sie aufgrund der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschoben wurde.

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

Zurück

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 3 und 4.
Advertisement