Formel E

Offiziell: Formel E bestätigt neuen Rennkalender 2021 mit Rennen in Valencia & Marrakesch

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Rund einen Monat vor dem geplanten Saisonstart in Saudi-Arabien hat die Formel E den ersten Teil ihres neuen Rennkalenders für 2021 veröffentlicht. Wie 'e-Formel.de' bereits in der vergangenen Woche berichtete, wird sich ein Großteil des "Reiseplans" für die erste WM-Saison auf den europäischen Raum beschränken. Teil des überarbeiteten Kalenders sind unter anderem Rennen in Valencia und Marrakesch, nicht aber ein Update zum Termin des Berlin E-Prix.

Bis zuletzt galt lediglich der Termin des Saisonauftakts am 26./27. Februar in Diriyya als gesichert. Für die beiden Nachtrennen in Saudi-Arabien, die ohne Zuschauer stattfinden werden, wurde kürzlich mit dem Aufbau der Rennstrecke begonnen.

In der vergangenen Woche berichtete 'e-Formel.de' zudem über die Verlegung des Santiago E-Prix 2021 auf den 5./6. Juni. Dieses Wochenende für den "Double-Header" bestätigte die Serie nun. Und auch der Monaco-Lauf kann  planmäßig am 8. Mai stattfinden - erstmals auf der Grand-Prix-Strecke der Formel 1. Es gab jedoch auch einige Überraschungen im bestätigten neuen Kalender.

Europa-Auftakt in Italien, Formel-E-Premiere für Spanien

So wird die Elektroserie direkt nach dem Diriyya E-Prix nach Italien reisen, um dort am 10. April ihren Rom E-Prix auszutragen - wie ursprünglich geplant im Stadtteil EUR. Zuletzt verdichteten sich die Anzeichen für eine Verlegung des Innenstadt-Rennens auf den permanenten Rennkurs in Vallelunga. Dies ist nach unseren Informationen aber nur ein Plan B. Derzeit peilt die Elektroserie weiterhin einen Lauf im Stadtzentrum Roms an.

Bereits im vergangenen Dezember berichteten wir zudem über die Möglichkeit eines ersten Formel-E-Rennens in Spanien. Dieser Plan soll nun in die Tat umgesetzt werden, denn als Ersatz für den Paris E-Prix soll am 24. April der erste Meisterschaftslauf auf dem Circuit Ricardo Tormo in Cheste ausgetragen werden.

Völlig neue Strecke in Valencia

Der Rundkurs in der Nähe von Valencia ist für die Formel-E-Teams kein unbekanntes Terrain, schließlich fanden dort erst im Dezember 2020 zum wiederholten Male die offiziellen Vorsaison-Testfahrten statt. Allerdings wird das Rennen definitiv auf einer neuen, speziell für die Formel E konzipierten Streckenvariante ausgetragen, bestätigt die Serie.

Definitiv fällt der Paris E-Prix in diesem Jahr ins Wasser. "Aktuell notwendige Erwägungen in Sachen Gesundheit und Sicherheit machen die Austragung des prestigeträchtigen Paris E-Prix rund um den Invalidendom während 'Season Seven' zu komplex. Daher wurde mit der Stadt Paris vereinbart, bereits für ein Rennen in 'Season Eight' zu planen", heißt es in der Presseerklärung.

Übersicht: Der 1. Teil des Formel-E-Kalenders 2021


Rennen


Austragungsort


Land

 
Termin

01 Diriyya Saudi-Arabien

26. Februar 2021

02 Diriyya Saudi-Arabien

27. Februar 2021

03 Rom Italien

10. April 2021

04 Valencia Spanien

24. April 2021

05 Monaco Monaco

08. Mai 2021

06 Marrakesch Marokko

22. Mai 2021

07 Santiago Chile

05. Juni 2021

08 Santiago Chile

06. Juni 2021

Alte Hassliebe Marrakesch

Nach den erwähnten Läufen in Italien und Spanien kehrt die Formel E einmal mehr an die eigentlich ungeliebte Strecke nach Marrakesch. Zum wiederholten Male war die marokkanische Metropole eigentlich nicht für eine Saison vorgesehen, kehrt jedoch als Notlösung - in den Augen der Serie und Sponsoren - in den Kalender zurück. Den Fans dürfte das egal sein, denn der Marrakesch E-Prix bot fast immer herausragende Action auf der Strecke.

Weiter geht es für die Formel E nach Santiago de Chile, wo am Wochenende des einst avisierten Jakarta-Termins ein Double-Header im Parque O'Higgins stattfinden wird. Mehr Termine hat die Formel E bislang nicht bekannt gegeben. Damit kommt der Rennkalender aktuell auf insgesamt acht Rennen.

Termin für Formel-E-Rennen in Berlin 2021 noch unklar

Wann der Berlin E-Prix 2021 stattfinden wird, ist noch unklar. Nach unseren Informationen wird er vom ursprünglich geplanten 19. Juni in den August verschoben. Welches Wochenende es werden könnte, ist noch nicht beschlossen. Auch die Rennen in Seoul, New York und London haben nach unserem Wissensstand noch die Chance auf einen Platz im Kalender. Die Formel E versucht derzeit alles, sie umsetzen zu können - an welchen Terminen auch immer.

"Die Rennen der Formel E in Sanya und Seoul werden nicht wie ursprünglich vorgesehen im März und Mai über die Bühne gehen", erklärt die Formel E. "Sie wurden verschoben, und eine Entscheidung über diese Veranstaltungen wird zusammen mit dem abschließenden Kalenderblock im Frühjahr bestätigt." Dass Sanya sein Comeback geben wird, ist derzeit eher unwahrscheinlich.

Formel-E-Chef Reigle: "Globaler Kalender bleibt unser Ziel"

"Einen globalen Kalender zu liefern, der unserer ersten Saison als Weltmeisterschaft gerecht wird, bleibt unser Ziel", erläutert Formel-E-Geschäftsführer Jamie Reigle. "Wir arbeiten eng mit all unseren Partnern - Teams, Herstellern, Sponsoren, Sendeanstalten und Austragungsorten - zusammen, um uns an die jeweiligen Umstände anzupassen und die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Dabei werden wir uns das bewahren, was die Fans an der Formel E am meisten schätzen: spannende, überraschende Rennverläufe, faszinierende Orte und die Mischung aus realer und virtueller Welt."

Alberto Longo, Co-Geschäftsführer und Mitbegründer der Formel E, führt aus: "Die Arbeit am Kalender ist schon unter 'normalen' Umständen eine große Aufgabe, die Monate der Planung und Vorbereitung in Zusammenarbeit mit den Gastgeberstädten und zahlreichen Interessensgruppen benötigt. Dieser zweite Veranstaltungsblock demonstriert die Agilität der Formel E, auf jede gegebene Situation zu reagieren und trotzdem einen attraktiven und anspruchsvollen Kalender für Teams und Fahrer zu erstellen."

"Wir arbeiten weiter am abschließenden Kalenderblock und stellen sicher, dass unsere erste Saison als FIA-Weltmeisterschaft unseren eigenen Erwartungen und denen unserer Fans gerecht wird", so Longo weiter.

zusätzliche Berichterstattung durch Timo Pape
Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

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