Formel E

Red-Bull-F1-Teamchef Christian Horner: "Hätte Felix da Costa gern in Formel 1 gesehen"

Tobias Bluhm

Tobias Bluhm

Spätestens seit dem Gewinn seines ersten Formel-E-Titels ist Antonio Felix da Costa ein gefragter Mann. Zu zahlreichen Terminen - etwa ein Besuch in der DS-Fabrik bei Paris, die Verleihung des Verdienstordens von Portugal oder ein Showrun in Lissabon - gesellt sich im kommenden Monat eine IndyCar-Testgelegenheit in den USA. Selbst in der Formel 1 hat Felix da Costa Interesse geweckt - so auch bei Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Felix da Costa gehörte noch vor wenigen Jahren dem Nachwuchskader des Formel-1-Teams Red Bull Racing an. 2012 nahm er für den Rennstall unter anderem beim "Young Drivers' Test" in Abu Dhabi teil, bei dem er die drittschnellste Rundenzeit der Testwoche fuhr. Anschließend startete er in der Formel Renault 3.5 und der DTM, ehe er 2014 zu Amlin Aguri in die Formel E wechselte. Eine erneute Testgelegenheit in der Formel 1 ergab sich für Felix da Costa seither nicht.

Eindruck auf seinen ehemaligen Vorgesetzten hat der Portugiese trotzdem gemacht: "Es wäre vielleicht interessant gewesen, zu sehen, was er in einem Formel-1-Auto hätte erreichen können", blickt Red-Bull-Teamchef Horner auf die vergangenen Jahre zurück. Bei 'RaceFans' erklärt er dennoch, dass er Felix da Costas verpasste F1-Chance nicht bedauere. "Die Besten setzen sich immer durch. Leider hat sich diese Gelegenheit nie wirklich ergeben."

Horner: "Red Bull hat so vielen Jungs da draußen diese Chance gegeben"

In den letzten Jahren durchliefen zahlreiche Piloten das Red-Bull-Nachwuchsprogramm, darunter auch einige Formel-E-Fahrer. "Das Tolle ist, dass Red Bull so vielen Jungs da draußen diese Chance gegeben hat", findet Horner, "ob es nun Jean-Eric Vergne, (Felix) da Costa oder Sebastian Buemi ist. Es ist fantastisch, ihn Rennen gewinnen zu sehen, und in der Tat wird (Buemi) immer noch von Red Bull unterstützt. Sie sind Fahrer, die diese Gelegenheit nicht gehabt hätten, wenn sie nicht die Unterstützung von Red Bull in ihrer frühen Karriere gehabt hätten."

Medienberichten zufolge stand Antonio Felix da Costas Manager Tiago Monteiro nach dem Formel-E-Titelgewinn in Berlin mit mehreren Formel-1-Teams in Kontakt, um dem DS-Techeetah-Piloten eine Teilnahme am Freien Training zum Großen Preis von Portugal zu sichern, der an diesem Wochenende stattfindet. Die Verhandlungen blieben jedoch ohne Erfolg, sodass der 29-Jährige den Grand Prix in Portimao lediglich als Zuschauer verfolgen wird.

Foto: Sergey Savrasov / Spacesuit Media

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