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HWA will beim letzten Formel-E-Rennen vor Mercedes-Übernahme glänzen

Beim Saisonfinale der Formel E am Wochenende in New York bestreitet HWA Racelab seine letzten beiden Rennen in der Elektroserie. Die positive Entwicklung, die das Team im Laufe der Saison genommen hat, soll am kommenden Wochenende einen guten Abschluss finden. Zugleich markiert das Finale in der US-Metropole die Staffelübergabe von HWA an das "Mercedes-Benz EQ Formula E Team".

Mit den Rennen 12 und 13 endet nach gut sieben Monaten bereits die Zeit von HWA Racelab in der Formel E. Beim Doppelfinale in New York City am 13. und 14. Juli wollen sich das Team sowie die Fahrer Stoffel Vandoorne und Gary Paffett - möglicherweise ist es auch für ihn das letzte Formel-E-Rennen - mit einem Erfolgserlebnis verabschieden. In der kommenden Saison wird das Mercedes-Werksteam den Platz von HWA einnehmen und mit eigenem neuem Antriebsstrang auf den gewonnenen Erfahrungen aufbauen.

Nach einer schwierigen Anlaufphase zu Saisonbeginn fand sich das Team aus Affalterbach als Neuling in der Serie immer besser zurecht und feierte mit dem dritten Platz von Vandoorne in Rom einen ersten größeren Erfolg. Der Podiumsplatz war zugleich der Auftakt einer Serie mit Punkteplatzierungen in allen europäischen Rennen.

In New York will HWA noch einmal einen drauflegen, um das Kapitel Formel E für positiv abzuschließen. Erneut wartet auf Fahrer und Team eine ungewohnte Herausforderung: Diesmal finden zwei Rennen an einem Wochenende statt. Nach dem ersten Rennen am Samstag (mit regulärem Tagesablauf) ist für Sonntag, 15 Uhr deutscher Zeit, eine dritte Trainingssession angesetzt. Danach werden im gewohnten Qualifying-Modus die Startplätze für das letzte Saisonrennen ausgefahren.

Die Strecke führt in einer Mischung aus engen Kurven und langen Geraden über 2,373 Kilometer rund um den Hafen von Brooklyn. Mit Blick auf die Skyline von Manhattan kämpfen die Piloten auf unruhigem Untergrund, der zum Teil aus Beton besteht, um die letzten Punkte der Saison.

Abschiedsrennen für Paffett?

Gary Paffett hat keine leichte Debütsaison in der Formel E erlebt. Mit gerade einmal zwei Top-10-Ergebnissen konnte der 38-jährige Brite nur selten überzeugen - gerade im Vergleich mit seinem Teamkollegen Vandoorne. Während der Belgier gute Chancen auf ein Mercedes-Cockpit in der kommenden Saison hat, könnte es für Paffett eng werden. Womöglich steht ihm in New York sein letztes aktives Rennwochenende in der Formel E bevor.

"Ich freue mich riesig auf das Rennen in New York, in einer der atemberaubendsten Städte der Welt", sagt Paffett. "Schade, dass die Saison schon zu Ende geht. Es ist das letzte Rennen für uns als HWA Racelab, das wird sicher emotional. Wir wollen zum Abschluss noch mal ein Highlight setzen und in den Punkten landen. Mit gleich zwei Rennen an einem Wochenende sind die Chancen dafür noch größer."

Auch Vandoorne freut sich auf sein Renndebüt am "Big Apple": "Ich werde zum ersten Mal in New York sein und bin schon sehr gespannt auf die Stadt. Es ist das letzte Rennen für uns, die Saison ging wahnsinnig schnell vorüber. Wir haben im Laufe der Zeit viel gelernt und wollen die Saison auf einem hohen Level beenden. Es wäre schön, zweimal in den Punkten zu landen. Die Gelegenheit dazu ist da, wir wollen das Beste daraus machen."

Teamchef Ulrich Fritz ergänzt: "New York läutet für uns das letzte Rennwochenende für HWA Racelab in der Formel E ein. Wir sind stolz, schon jetzt das erfolgreichste Rookie-Team in der bisherigen Formel-E-Geschichte zu sein. Jetzt aber freuen wir uns, mit New York noch mal eine absolute Highlight-Veranstaltung zu erleben."

"Die Strecke rund um den Hafen von Brooklyn ist wieder einmal eine echte Herausforderung für die Fahrer und das Auto", so Fritz weiter. "Mit einem Mix aus engen, schnellen Kurven und mehreren Geraden bietet der Track Spannung sowie gute Überholmöglichkeiten. Es gilt also nochmals volle Konzentration über das gesamte Wochenende, um mit guten Ergebnissen die Saison 5 zu beenden."

Foto: HWA

von Timo Pape  

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