Rene-Rast-Audi

Offiziell: Rene Rast fährt in Berlin Formel E für Aguri

And the winner is... Rene Rast. Der 29-jährige Deutsche feiert am kommenden Wochenende beim Berlin ePrix (21. Mai) im Aguri-Cockpit seine Formel-E-Premiere. Damit starten insgesamt drei deutsche Piloten beim Heimspiel in der deutschen Bundeshauptstadt: Nick Heidfeld, Daniel Abt und eben Rene Rast. Aguri bestätigte die Nominierung des Ersatzfahrers für Antonio Felix da Costa offiziell am Mittwochvormittag. Eine Bestätigung Rasts von Seiten der Formel E folgte in der Mittagszeit.

Der Langstreckenspezialist, der eigentlich in Diensten von Audi in der WEC und GT-Serie beheimatet ist, ersetzt im Aguri-Auto mit der Startnummer 55 Felix da Costa. Der Portugiese ist wegen seines DTM-Engagements für BMW in Spielberg unterwegs. Rast fuhr 2004 zum letzten Mal ein Formel-Fahrzeug in der Serie ADAC Formel-BMW.

"Ein Formel-E-Rennen in den Straßen von Berlin zu fahren ist etwas sehr Spezielles", freut sich Rast auf seine Premiere im Elektrorennwagen. "Ich möchte mich beim Team für diese großartige Gelegenheit bedanken. Die letzten Tage habe ich im Simulator getestet, um ein gutes Gefühl für das Auto zu bekommen. Auch wenn diese Autos ihre eigenen, unverwechselbaren Anforderungen haben, bin ich sehr zuversichtlich, dass ich es schnell bewegen kann."

"Meine Erfahrung im Energiemanagement (aus dem Hybrid-Rennwagen Audi R18 e-tron quattro) nutze ich, um für das Team ein gutes Ergebnis einzufahren. Ich bedanke mich auch bei meinem Manager Dennis Rostek von Pole Promotion und meinem langjährigen Sponsorenpartner Porta Möbel, die mir das Rennen ermöglichen", ergänzt Rast.

Den Ausschlag zugunsten Rast begründet Aguri-Teamchef Mark Preston mit der Gelassenheit und den fundierten Fähigkeiten des Deutschen auf dem Gebiet des Energiemanagements: "Es gab viel Spekulation, welcher Fahrer Antonio ersetzt, und wir standen mit einer Reihe von Fahrern in Kontakt. Wir standen kurz davor, mit anderen, bekannten Fahrern handelseinig zu werden."

"Die Wahl fiel jedoch auf Rast wegen seiner Kompetenz für das Energiemanagement, seiner professionellen Herangehensweise und seiner Verschwiegenheit. Wir sind uns sicher, dass die Fans in Berlin einen weiteren Lokalmatador unterstützen, und er gegen seine LMP-Fahrerkollegen ein heißes Rennen zeigen wird", sagt Preston. "Unser Dank geht an Audi, die uns die Erlaubnis gegeben haben, dass Rene bei uns fahren kann."

Neben Rast standen Adam Carroll, Nicolas Lapierre und Stefano Coletti als möglicher Ersatz für Stammpilot Felix da Costa bereit.

von Erich Hirsch  

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