Die Highlights vom Formel E ePrix in Miami

Nicolas Prost gewinnt den ePrix von Miami und sichert sich so seinen ersten Formel-E-Sieg.

Erst in der Schlussphase wurde der ePrix spannend, nachdem in den vorhergegangen 36 Runden so gut wie nichts passierte. Vor dem Fahrzeugwechsel agierten alle Fahrer besonnen und gingen kein Risiko ein. Jeder der Fahrer versuchte Energie zu sparen um dann in der zweiten Hälfte einen Vorteil zu erlangen. Was letztendlich aber keinem der Fahrer wirklich gelang.

Auch gab die Strecke nicht das her, was sie versprochen hatte. Zu Eng und zu gleichmässig die Geschwindigkeiten. Dadurch war es kaum möglich zu überholen ohne einen Unfall zu riskieren. Im Vergleich zu den vorhergehenden Strecken fehlte die Haarnadelkurve und wenigstens eine schnelle Schikane. Auch die Kurbs, die bis zuletzt immer für einen defekt gut waren, fehlten auf dem Kurs. So kam es letztlich zu einer Prozession in der alle Fahrzeuge an der Schnur entlang gezogen wurden.

Auch hatte man den Eindruck, dass viele Fahrer, vorallem Sam Bird, auf eine Saftycar Phase spekulierten. So wurden die Energiestände der Batterie diesmal bis kurz vor der vollständigen Entleerung herunter gefahren. Gebracht hat es den Fahrern allerdings nicht viel. 

Kritisieren muß man auch die TV Übertragung. Beim Boxenstop war es für den Zuschauer so gut wie nicht möglich herauszufinden wo sich die Fahrzeuge im Feld befinden. Die Anzeige war dem Geschehen zum Teil weit hinterher. Hier muß die Formel E noch deutlich besser werden. Aber im Vergleich zu den vorhergehenden Rennen, wurde die Ladezustandsanzeige der Batterie deutlich verbessert